04 April 2026, 16:30

Neues Traumazentrum in Lwiw: Hoffnung für ukrainische Kriegsopfer im Frühjahr 2025

Offenes Buch mit einer detaillierten Illustration aus dem 16. Jahrhundert von Lviv, Ukraine, das Gebäude, Bäume, Pflanzen, Wasser und Text zeigt.

Neues Traumazentrum in Lwiw: Hoffnung für ukrainische Kriegsopfer im Frühjahr 2025

Neues Traumazentrum für ukrainische Kriegsopfer soll im Frühjahr in Lwiw eröffnen

Ein neues Traumazentrum für ukrainische Kriegsopfer wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr in Lwiw seine Türen öffnen. Finanziert unter anderem durch Spenden von Freiburger Bürger:innen und dem Stadtrat, entsteht in einem ehemaligen Kraftwerk eine spezialisierte Einrichtung. Die Initiative wurde bei einer Wohltätigkeitsgala ins Leben gerufen, bei der Redner:innen von den direkten Auswirkungen des Krieges auf den Alltag berichteten.

Die Idee für das Traumazentrum mit dem Namen Maysternya (dt. etwa "Werkstatt") entstand im Rahmen der langjährigen Hilfsaktionen Freiburgs für seine Partnerstadt. Anfangs umfasste die Unterstützung Medikamente, Generatoren und Stromaggregate. Mit der Zeit kamen Lebensmittel, Spielzeug und Trostspender wie Stofftier hinzu. Nach fast drei Kriegsjahren rückt nun die langfristige Bewältigung der Folgen in den Fokus.

Bei der Gala im St.-Ursula-Gymnasium, moderiert von Charlotte Schönberger, sprach Freiburgs Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann über seine Arbeit bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen in Kiew. An seiner Seite stand Tetyana Khabibrakhmanova vom Lwiwer Rathaus, die von der emotionalen Belastung der Bevölkerung berichtete. Zwar gilt Lwiw im Westen der Ukraine als relativ sicher, doch der Alltag ist geprägt von Trauer: Jeden Morgen finden stille Ehrungen für gefallene Soldat:innen statt, gefolgt von Beerdigungen um 11:30 Uhr.

Das Maysternya-Zentrum wird eng mit der bereits bestehenden Reha-Einrichtung Unbroken ("Ungebrochen") zusammenarbeiten. Es bietet medizinische Versorgung und psychologische Betreuung für Kriegsverletzte. Freiburg hat rund eine Million Euro zugesagt; mit dem Baubeginn wird im Frühjahr gerechnet.

Das Traumazentrum soll eine entscheidende Lücke in Lwiws Gesundheitsversorgung schließen und Kriegsverletzten gezielte Hilfe bieten. Mit gesicherten Finanzmitteln und konkreten Plänen spiegelt das Projekt den Wandel von der Nothilfe hin zum Wiederaufbau von Leben wider. Die Eröffnung im nächsten Jahr markiert einen greifbaren Schritt in den Bemühungen der Stadt, die Folgen des Krieges zu bewältigen.

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