26 January 2026, 08:54

Neues Frühwarnsystem in Freiburg soll tierische Grippeviren früh erkennen

Ein Plakat mit Text und einem Logo, das "Sichere, aktualisierte Impfungen für alle drei wichtigsten Grippe- und Erkältungserreger verfügbar" lautet.

Neues Frühwarnsystem in Freiburg soll tierische Grippeviren früh erkennen

Neues Frühwarnsystem für tierische Grippeviren wird in Deutschland aufgebaut

Ein neues Frühwarnsystem für tierische Influenza-Viren wird bundesweit eingerichtet. Die Universität Freiburg übernimmt die Leitung des Projekts, das Viren identifizieren soll, die von Tieren auf den Menschen übergreifen könnten. Die Initiative erhält 3,5 Millionen Euro an Bundesförderung, um mögliche Pandemierisiken zu bewerten.

Das FLU-PREP-Konsortium konzentriert sich auf die Erkennung von Influenza-Viren mit zoonotischem Potenzial – also der Fähigkeit, von Tieren auf Menschen überzuspringen. Die Forscher:innen werden diese Viren genetisch und biologisch analysieren, um ihr Risikoniveau einzuschätzen. Das Projekt folgt dem One-Health-Ansatz, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt vernetzt.

Die zentrale Laborplattform wird von einem Team unter der Leitung von Professor Martin Schwemmle am Universitätsklinikum Freiburg betrieben. Von den insgesamt 3,5 Millionen Euro Fördergeldern entfallen eine Million auf Freiburg für seine Rolle im Projekt. Wichtige Partner sind das Robert Koch-Institut, das Friedrich-Loeffler-Institut, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Universität Münster und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Durch ihre gemeinsame Arbeit sollen Diagnostik und Präventionsstrategien verbessert werden, um schneller auf aufkommende Bedrohungen reagieren zu können.

Die Erkenntnisse aus FLU-PREP sollen die Früherkennung und Infektionskontrolle stärken. Indem klar wird, welche Viren die größte Gefahr darstellen, können Gesundheitsbehörden Gegenmaßnahmen zielgerichteter anpassen. Ziel des Projekts ist es, Infektionsketten zu durchbrechen, bevor sie sich großflächig ausbreiten.