Neuer Verbandschef Morgenstern will Bürokratieabbau für Familienunternehmen vorantreiben
Mahmut UllmannNeuer Verbandschef Morgenstern will Bürokratieabbau für Familienunternehmen vorantreiben
Robin Morgenstern, ein 48-jähriger Unternehmer aus Reutlingen, ist zum neuen Vorsitzenden der Familienunternehmer Baden-Württemberg gewählt worden. Er übernimmt das Amt von André Bartel, der den Verband viele Jahre lang führte, und plant nun, sich für eine Politik einzusetzen, die familiengeführte Unternehmen in der gesamten Region stärkt.
Morgenstern ist tief in der Wirtschaftswelt verwurzelt. Seit 2004 fungiert er als geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Morgenstern-Unternehmensgruppe, die an elf Standorten in Deutschland und der Schweiz über 300 Mitarbeiter beschäftigt. Parallel dazu bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen.
Innerhalb der Familienunternehmer ist er seit 2009 aktiv und leitet seit 2018 den Regionalkreis Südwest. Seine Schwerpunkte liegen nun auf dem Abbau von Bürokratie, der Sicherung von Fachkräften und der voranschreitenden digitalen Transformation für Familienbetriebe. Zudem stellt er sich in zentralen Fragen gegen Baden-Württembergs Außenminister Danyal Bayaz: Den geplanten "großen Generationenvertrag" hält er für undurchführbar, und den Sicherheits-Solvenzfonds kritisiert er als versteuerte Steuererhöhung. Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 will Morgenstern bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen. Sein Ziel ist es, den Mittelstand zu stärken, indem er sich für ein automatisches Rentenalter einsetzt, das an die Lebenserwartung und nicht an politische Entscheidungen geknüpft ist.
Unter Morgensterns Führung wird der Verband den Fokus auf die Verringerung regulatorischer Hürden und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Familienunternehmen legen. Seine Ablehnung bestimmter Landespolitik deutet auf eine kommende Debatte über alternative Wirtschaftsstrategien hin. Der Verband bereitet sich nun auf eine Phase aktiver Interessenvertretung unter seiner Leitung vor.