Neuer Erlass macht Schulwege für Kinder in der Region sicherer
Ein neuer Erlass des Verkehrsministeriums soll Schulwege in der gesamten Region für Kinder sicherer machen. Die Regelungen bieten Kommunen eine klarere rechtliche Grundlage, um Schulstraßen und Schulzonen einzurichten. Mit diesen Maßnahmen sollen Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und das Fahren mit Rollern gefördert werden, während gleichzeitig das Verkehrsrisiko in der Nähe von Schulen verringert wird.
Der Erlass legt fest, wie lokale Behörden zwei zentrale Verkehrsänderungen umsetzen können: Schulstraßen werden zu Beginn und am Ende des Schultags für kurze Zeit für Kraftfahrzeuge gesperrt. Schulzonen hingegen werden dauerhaft für den Durchgangsverkehr gesperrt und so zu sicheren Räumen für Kinder, die sich dort fortbewegen und spielen können.
Die Richtlinien regeln zudem die notwendige Beschilderung und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden. Diese rechtliche Klarstellung soll es Städten und Gemeinden erleichtern, solche Konzepte zu übernehmen. Die Initiative knüpft an bestehende Maßnahmen an, wie etwa Hol- und Bringzonen, die dazu beitragen, Staus vor Schulleingängen zu reduzieren.
Das Vorhaben ist Teil des übergeordneten Programms MOVERS – Aktiv zur Schule, einem ressortübergreifenden Projekt, das selbstständige und sichere Schulwege durch Maßnahmen wie Schulwegpläne, Fahrradfahrtrainings und Materialien für Grundschulen fördert. Verkehrsminister Winfried Hermann betont die Bedeutung, dass Kinder ihre Umgebung zu Fuß erkunden – dies sei entscheidend für ihre Entwicklung und ihr Bewusstsein für Verkehrssicherheit.
Ziel des Programms ist es, Schülern und Eltern zu helfen, Schulwege gesünder und aktiver zu gestalten. Durch die Reduzierung des Autoverkehrs soll zudem der Verkehrsdruck in der Nähe von Schulen zu Stoßzeiten verringert werden.
Der Erlass räumt rechtliche Hürden für Kommunen aus dem Weg, die Schulstraßen und -zonen einführen möchten, und unterstützt damit die breitere Initiative für sichere und aktivere Schulwege. Beamte erwarten, dass die Änderungen langfristig mehr Kinder dazu ermutigen werden, selbstständig zu Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule zu kommen.






