Neue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet Betrieb
Adriane BoucseinNeue Rettungshubschrauber-Station in Ravensburg-Bavendorf startet Betrieb
Neue Luftrettungsstation in Ravensburg-Bavendorf: Schnellere Hilfe für entlegene Regionen
Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung der Notfalldienste in Baden-Württemberg wird in Ravensburg-Bavendorf eine neue Luftrettungsstation eröffnet. Die Verlegung des Rettungshubschraubers "Christoph Oberschwaben" folgt einer Analyse aus dem Jahr 2020, die Versorgungslücken in der Region aufzeigte. Behörden zufolge werden sich durch den Umzug die Einsatzzeiten für Patienten in abgelegenen Gebieten deutlich verkürzen.
Der bisher als "Christoph 45" bekannte Rettungshubschrauber trägt künftig den Funknamen "Christoph Oberschwaben". Von der neuen Basis in Ravensburg-Bavendorf aus wird er täglich von 7:00 bis 20:00 Uhr im Einsatz sein. Die Veränderung geht auf Empfehlungen der "Struktur- und Bedarfsanalyse Luftrettung" des Landes aus dem Jahr 2020 zurück.
An der Standortwahl waren lokale Behörden beteiligt, darunter der Landkreis Ravensburg und die Stadt Ravensburg. Die neue Positionierung soll sicherstellen, dass Notfallpatienten in bisher unterversorgten Gebieten tagsüber innerhalb von 20 Minuten per Hubschrauber erreicht werden können.
Der Vertrag für Ravensburg ist einer von zehn geplanten Ausschreibungsverfahren für Luftrettungsstationen in Baden-Württemberg. Zudem sollen in den kommenden Jahren drei weitere Standorte – in Sigmaringen, Friedrichshafen und Pforzheim – entweder modernisiert oder im Rahmen von Wettbewerbsverfahren neu vergeben werden.
Die neue Station stärkt die Notfallversorgung in Oberschwaben, indem sie kritische Versorgungslücken schließt. Mit täglichem Betrieb und einer strategisch günstigen Lage soll sie Patienten in schwer zugänglichen Gebieten schneller medizinische Hilfe zukommen lassen. Das Projekt ist zudem ein wichtiger Schritt zur Modernisierung der Luftrettungsinfrastruktur im gesamten Land.