Neubulach streicht kostenloses Autoscout-Ticket für Touristen zum Jahresende
Bernhardine RörrichtNeubulach streicht kostenloses Autoscout-Ticket für Touristen zum Jahresende
Neubulach beendet kostenlosen ÖPNV für Touristen zum Jahresende
Der Gemeinderat von Neubulach hat einstimmig beschlossen, das kostenlose Nahverkehrsangebot für Touristen – das sogenannte Autoscout-Ticket – bis Ende des Jahres abzuschaffen. Der Stellvertretende Bürgermeister Lars Dannenmann vertrat bei der Sitzung die abwesende Bürgermeisterin Petra Schupp. Das Programm hatte die Gemeinde jährlich tausende Euro gekostet, wurde aber kaum genutzt.
Trotz der finanziellen Beteiligung der Stadt wurden 2023 nur zwölf Tickets ausgestellt, 2024 sank die Zahl sogar auf gerade einmal fünf. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Neubulach kontinuierlich: von 7.300 Euro im vergangenen Jahr auf 9.500 Euro in diesem Jahr.
Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die geringe Nachfrage und die Einführung des bundesweiten Autohero-Ticket. Die meisten Besucher der Region reisen mit dem Auto an, sodass das Autoscout-Ticket kaum relevant war. Zudem bietet das günstige Autohero-Ticket eine attraktive Alternative, die den Bedarf an einem kostenlosen Angebot verringert. Neubulach ist nicht die einzige Kommune, die das Programm einstellt: Auch die Nachbarstadt Schömberg hat sich für einen Ausstieg entschieden und verweist Touristen stattdessen auf das Autohero-Ticket. Stellvertretender Bürgermeister Dannenmann betonte, das Autoscout-Ticket habe bei Urlaubern schlichtweg keinen Anklang gefunden – die Investition sei daher kaum zu rechtfertigen gewesen.
Durch die Abschaffung spart Neubulach künftig tausende Euro pro Jahr. Touristen müssen sich künftig entweder mit dem Autohero-Ticket oder mit dem eigenen Auto in der Region fortbewegen. Die Änderung tritt zum 31. Dezember in Kraft.