22 January 2026, 13:16

Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer bedeutet

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die staatlichen Mindestlohnvorschriften vom 1. Januar 2023 zeigt, mit verschiedenen Blautönen für unterschiedliche Lohnstufen und dem Titel und Datum in der Mitte oben und unten.

So viele Menschen profitieren vom höheren Mindestlohn - Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer bedeutet

Mindestlohn in Deutschland steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Stunde. Von der Erhöhung sind Millionen Beschäftigte im ganzen Land betroffen, wobei bereits weitere Anpassungen für das kommende Jahr geplant sind. Arbeitgeber in einigen Regionen müssen nun mit höheren Lohnkosten rechnen.

Die aktuelle Anpassung markiert den ersten Schritt einer zweistufigen Erhöhung. Eine zweite Anhebung auf 14,60 Euro pro Stunde ist für Anfang 2027 vorgesehen. Schätzungen zufolge profitieren bundesweit zwischen 4 und 6,6 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der aktuellen Änderung.

Alleine in Baden-Württemberg werden rund 610.000 Beschäftigte durch den neuen Satz eine Lohnerhöhung erhalten. Vor der Anpassung lagen etwa 11 Prozent der anspruchsberechtigten Jobs in der Region unter der 13,90-Euro-Marke. Bis 2027 könnten im Land bis zu 885.000 Arbeitsplätze von der weiteren Erhöhung betroffen sein. Für die betroffenen Beschäftigten wird ein Anstieg der Gesamteinkommen um etwa 6 Prozent in diesem Jahr erwartet. Die Erhöhung 2027 soll dann voraussichtlich weitere 4 Prozent bringen – was insgesamt rund 35 Millionen Euro an zusätzlichen Löhnen entspricht. Arbeitgeber müssen hingegen durch die aktuelle Anpassung sofortige Mehrkosten von etwa 31 Millionen Euro tragen.

Der Mindestlohn liegt nun bei 13,90 Euro brutto pro Stunde, eine weitere Erhöhung steht 2027 an. Während Beschäftigte in Baden-Württemberg und anderen Regionen höhere Löhne erhalten, müssen sich Unternehmen auf steigende Personalkosten einstellen. Die Änderungen folgen einem gestaffelten Plan, um die Löhne schrittweise innerhalb der nächsten zwei Jahre anzuheben.