Merz will telefonische Krankmeldungen abschaffen – und löst Debatte aus
Adriane Boucsein"Really notwendig?" Merz kritisiert hohe Fehlzeiten - Merz will telefonische Krankmeldungen abschaffen – und löst Debatte aus
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die hohe Krankschreibungsquote in Deutschland kritisiert. Er forderte Gespräche mit der SPD, um das Problem anzugehen, und schlug Änderungen bei den aktuellen Regeln für telefonische Krankmeldungen vor.
Die CDU/CSU brachte einen Plan ein, die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abzuschaffen – ein System, das 2021 eingeführt worden war. Merz stellte infrage, ob diese Methode noch notwendig sei, und argumentierte, sie könnte zu unnötigen Fehltagen beitragen. Aktuelle Daten zeigen, dass deutsche Arbeitnehmer im Schnitt 14,5 Krankheitstage pro Jahr nehmen.
Merz deutete an, dass die Abschaffung der telefonischen Meldung die Wirtschaftsleistung steigern könnte. Seine Äußerungen folgten einer breiter angelegten Initiative der CDU/CSU, die Krankschreibungsregeln zu verschärfen. Die Partei ist überzeugt, dass strengere Vorschriften die Fehlzeiten verringern und die Produktivität in allen Branchen erhöhen würden.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, entfiele die Möglichkeit, sich telefonisch krankmelden zu können. Die Gespräche mit der SPD werden sich voraussichtlich auf alternative Wege zur Verwaltung von Fehlzeiten konzentrieren. Eventuelle Änderungen könnten direkte Auswirkungen darauf haben, wie Arbeitnehmer künftig ihren Arbeitgebern Krankheiten melden.