20 February 2026, 15:44

Merz fordert mehr Flexibilität und kämpft gegen Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Merz: 'Wir beschuldigen niemanden der Faulheit' - Merz fordert mehr Flexibilität und kämpft gegen Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit

Friedrich Merz, Vorsitzender der deutschen CDU, hat auf einem Bundesparteitag in Stuttgart die Arbeitsmarktreformen seiner Partei verteidigt. Er wies Vorwürfe zurück, die Union sei realitätsfremd, und betonte stattdessen, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes mehr Flexibilität und bessere Anreize für Arbeitnehmer erforderten.

In seiner Rede in Stuttgart warnte Merz davor, die Vier-Tage-Woche als Lösung für eine Steigerung der Produktivität einzuführen. Das eigentliche Problem Deutschlands liege vielmehr im Ausgleich zwischen hoher Arbeitslosigkeit und gleichzeitigem Fachkräftemangel – eine Situation, die er als "paradox" bezeichnete.

Er kritisierte Gegner wegen ihrer "geistigen Bequemlichkeit" und warf ihnen vor, die Schwächen des aktuellen Systems zu ignorieren. Nach Ansicht von Merz verhindern starre Regelungen und fehlende Anreize, dass Menschen wieder in den Beruf einsteigen oder Stolz auf ihre Arbeit entwickeln. Er unterstrich die Notwendigkeit, Leistung angemessen zu belohnen und gleichzeitig den Zugang zu Beschäftigung zu erleichtern.

Merz kündigte zudem an, mit der SPD bei der Reform des Systems zusammenzuarbeiten. Zwar räumte er ein, dass die Arbeitslosenquote mit prognostizierten 6,2 Prozent für 2026 stabil sei, doch warnte er vor wirtschaftlicher Stagnation. Der CDU-Politiker Klaus Wiener verwies darauf, dass die Arbeitslosigkeit trotz aktueller Schwierigkeiten deutlich unter den 12 Prozent liege, die es noch vor zwei Jahrzehnten gegeben habe.

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Angesichts von 46 Millionen Beschäftigten argumentierte Merz, dass es genug Arbeitsplätze gebe – diese müssten jedoch leichter zu besetzen sein. Sein Fokus liege darauf, Rahmenbedingungen zu schaffen, von denen sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer profitierten.

Die Vorschläge der CDU zielen auf mehr Flexibilität, bessere Anreize und den Abbau von Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt ab. Merz' Äußerungen deuten auf einen Reformkurs hin, der sich an der deutschen Tradition harter Arbeit orientiert. Nun steht die Partei vor der Aufgabe, diese Ideen gemeinsam mit der SPD in konkrete Politik umzusetzen.