Mercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Spuren in der Batterieproduktion zu verfolgen
Philipp NetteMercedes setzt Blockchain ein, um CO₂-Spuren in der Batterieproduktion zu verfolgen
Mercedes-Benz startet Pilotprojekt zur Nachverfolgung von CO₂-Emissionen in der Batterie-Lieferkette mithilfe von Blockchain-Technologie
Das Projekt ist Teil der Initiative Ambition2039 des Unternehmens, die bis 2039 eine klimaneutrale Flotte neuer Personenwagen anstrebt. Erstmals wird das System CO₂-Werte sowie den Einsatz von Recyclingmaterialien über den gesamten Produktionsprozess hinweg überwachen.
Das Vorhaben nahm bereits im vergangenen Jahr Gestalt an, als Mercedes-Benz einen Blockchain-Prototypen in Auftrag gab, um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen. Nun wird das System – in Zusammenarbeit mit einem Batteriezellenhersteller und dem britischen Start-up Circulor – den Fluss von Rohstoffen und die damit verbundenen Emissionen abbilden.
Anders als bei herkömmlichen Tracking-Methoden erstreckt sich dieser blockchainbasierte Ansatz über die direkten Zulieferer hinaus. Er prüft, ob alle Unternehmen in der Kette die Nachhaltigkeitsstandards der Daimler-Gruppe erfüllen. Die gesammelten Daten geben zudem Aufschluss über den Einsatz von Sekundärrohstoffen und die Einhaltung der Klimaziele.
Markus Schäfer, ein führender Manager bei Mercedes-Benz Cars, betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den Zulieferern. Er wies darauf hin, dass ehrgeizige Klimaziele nur durch Transparenz und geteilte Verantwortung im gesamten Netzwerk erreicht werden können.
Der Testlauf markiert das erste Mal, dass ein Automobilhersteller Blockchain einsetzt, um CO₂-Emissionen in der Batteriezellen-Lieferkette zurückzuverfolgen. Mercedes-Benz plant, die Technologie weiter auszubauen, sodass alle klimarelevanten Gase und Materialien erfasst werden. Die Ergebnisse sollen dem Unternehmen helfen, sein Ziel der Klimaneutralität bis 2039 zu erreichen.






