17 January 2026, 13:33

Mercedes setzt auf Tech-Partner wie NVIDIA und Sony, um die Krise zu überwinden

Ein hellblaues Papier mit der Schrift "Mercedes-Benz Company Limited Aktienzertifikat" in fetter Schriftart zentriert und einem Bild eines klassisch aussehenden Wagens mit schlankem Design und glänzender Lackierung.

Mercedes setzt auf Tech-Partner wie NVIDIA und Sony, um die Krise zu überwinden

Mercedes-Benz kündigt hochkarätige Partnerschaften auf der CES 2026 in Las Vegas an

Der Stuttgarter Automobilhersteller will mit NVIDIA, Sony Pictures, Dolby und anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um seine Technologien in den Bereichen autonomes Fahren, Software und Unterhaltungssysteme im Fahrzeug zu stärken. Diese Initiativen kommen zu einem schwierigen Start ins Jahr 2026: Der Konzern kämpft mit rückläufigen Absatzzahlen und wachsender Skepsis der Anleger.

Die globalen Auslieferungen von Mercedes-Benz sanken 2025 um 10 Prozent auf 2,16 Millionen Fahrzeuge. In China, dem größten Auslandsmarkt, brach der Absatz sogar um 19 Prozent auf 551.900 Einheiten ein. Die schwache Entwicklung belastet das Vertrauen der Investoren – seit Januar hat die Aktie über 4 Prozent verloren.

Um die Herausforderungen zu meistern, hat Mercedes-Benz ein neues Beschaffungsbüro in Seoul eröffnet. Damit sollen die Qualitätskontrolle vor Ort verbessert und die Beziehungen zu südkoreanischen Zulieferern vertieft werden. Technologievorstand Jörg Burzer traf sich kürzlich mit Vertretern von Samsung, SK und LG, um mögliche Kooperationen bei Festkörperbatterien und hochauflösenden Displays zu erörtern.

Auf der CES 2026 wird der Automobilhersteller erweiterte Partnerschaften mit führenden Tech-Unternehmen bekannt geben. Dazu gehören Abkommen mit NVIDIA für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS), mit Sony Pictures und Dolby für In-Car-Entertainment sowie mit Xperi, TiVo und Momenta für Software- und Streaming-Lösungen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern und gleichzeitig die Entwicklung in den Bereichen autonomes Fahren der Stufe 2++, der MB.DRIVE-Plattform und der Elektromobilität zu beschleunigen.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf zwei zentrale Termine: eine vorläufige Finanzkonferenz am 20. Januar und die Vorstellung der überarbeiteten S-Klasse am 29. Januar. Analysten der US-Bank JPMorgan stufen die Aktie weiterhin mit „übergewichten“ ein und setzen das Kursziel auf 70 Euro.

Die anstehenden Partnerschaften und Produktneuheiten könnten den Kurs von Mercedes-Benz im Jahr 2026 maßgeblich prägen. Angesichts des Absatzdrucks und der schwachen Börsenperformance setzt das Unternehmen auf Technologie und strategische Allianzen, um wieder an Fahrt aufzunehmen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, wenn Investoren die Wirkung dieser Schritte bewerten.