Mercedes-Benz-Aktie: €150 Millionen Vergleich
Mercedes-Benz zahlt fast 150 Millionen Dollar zur Beilegung von Diesel-Abgasvorwürfen in den USA
Der Automobilkonzern Mercedes-Benz hat sich bereit erklärt, knapp 150 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit manipulierten Dieselabgaswerten in den USA beizulegen. Die Einigung betrifft Anschuldigungen, wonach das Unternehmen illegale Software eingesetzt habe, um Abgastests zu verfälschen. Trotz der Zahlung bestreitet das Unternehmen jede Schuld.
Der am 22. Dezember 2025 bekannt gegebene Fall umfasst 48 US-Bundesstaaten, Puerto Rico und den District of Columbia. Zudem sieht die Vereinbarung ein Verbraucherschutzprogramm für betroffene Fahrzeugbesitzer vor.
Die Einigung beendet Ermittlungen zu sogenannten „Abschalteinrichtungen“ in rund 211.000 Diesel-Fahrzeugen aus den Baujahren 2008 bis 2016. Den Behörden zufolge drosselten diese Vorrichtungen die Abgasreinigung im normalen Fahrbetrieb, sodass die Autos in Tests sauberer wirkten als im realen Straßenverkehr.
Laut der Vereinbarung zahlt Mercedes-Benz 149,6 Millionen Euro (umgerechnet etwa 149,6 Millionen Dollar), ohne jedoch eine rechtliche Verantwortung einzuräumen. Teil des Deals ist auch ein bis September 2026 laufendes Verbraucherschutzprogramm. Betroffene Fahrzeughalter erhalten jeweils 2.000 Dollar als Ausgleich für ein verpflichtendes Software-Update.
Unterdessen führt das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm fort – ein Zeichen für solide Finanzkraft trotz der Belastungen durch die Vergleichszahlung. Damit unterstreicht der Konzern seine Liquidität auch nach der Entschädigungszahlung.
In einer separaten Entwicklung erhöht der Autobauer die Preise in Indien ab Januar 2026 um 2 Prozent. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwäche der indischen Rupie gegenüber dem Euro, was die Importkosten belastet.
Mit der Einigung endet ein langjähriger Rechtsstreit um Dieselabgas-Manipulationen in den USA. Betroffene Kunden erhalten Entschädigungen und Software-Nachbesserungen, während das Unternehmen an seiner finanziellen Strategie festhält. Die Preisanpassungen in Indien spiegeln die anhaltenden Währungsherausforderungen für die Marke wider.