31 December 2025, 12:52

Massenrazzien in Baden-Württemberg und Berlin gegen Menschenhandel und Steuerbetrug

Graffiti-bedeckter Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

Massenrazzien in Baden-Württemberg und Berlin gegen Menschenhandel und Steuerbetrug

Hunderte Beamte haben in Baden-Württemberg und Berlin großangelegte Razzien durchgeführt – ein massiver Schlag gegen den Verdacht auf Menschenhandel und Steuerbetrug. Die von Zoll, Bundespolizei und Steuerfahndern geführte Aktion erfolgte auf Basis eines Durchsuchungsbefehls der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Im Fokus stehen Personen, denen illegale Schleusung und organisierte Finanzkriminalität vorgeworfen werden.

Zwischen 600 und 700 Einsatzkräfte durchsuchten bei den Razzien Immobilien in mehreren Städten und Landkreisen. In Baden-Württemberg konzentrierten sich die Maßnahmen auf Baden-Baden, Böblingen, Lörrach sowie die Regionen Ortenaukreis, Zollernalbkreis und Enzkreis. Zudem gab es Durchsuchungen in Berlin.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Vorwürfe wegen bandenmäßiger und gewerbsmäßiger Betrugsdelikte, darunter Menschenhandel und Lohnsteuerhinterziehung. Obwohl die örtliche Polizei bisher keine offiziellen Festnahmen bestätigt hat, steht die Aktion im Zusammenhang mit einem größeren Betrugsverfahren, an dem ein 24-Jähriger aus Baden-Württemberg sowie zwei Berliner im Alter von 28 und 42 Jahren beteiligt sein sollen. Der jüngere Verdächtige war vorübergehend in Gewahrsam, wurde später jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, während gegen die anderen Haftbefehle bestehen. Die Vernehmung von Beschuldigten und weitere Durchsuchungen laufen noch. Bisher wurden keine Unternehmen oder Organisationen namentlich genannt, die in den Fall verwickelt sein könnten. Weitere Details sollen am Freitag bekannt gegeben werden.

Die großangelegte Operation zählt zu den umfangreichsten koordinierten Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität in der Region in diesem Jahr. Die Ermittler werten weiterhin Beweismaterial aus, das an acht Standorten in mehreren Bundesländern sichergestellt wurde. Die Ergebnisse der Razzien könnten zu weiteren rechtlichen Schritten gegen die Verdächtigen führen.