11 January 2026, 00:45

Machtkampf bei der TSG Hoffenheim: Zwei Geschäftsführer nach Berater-Streit entlassen

Fußballspieler auf einem Feld mit einer großen Menge im Hintergrund.

Medien: Zwei Geschäftsführer von Hoffenheim müssen gehen - Machtkampf bei der TSG Hoffenheim: Zwei Geschäftsführer nach Berater-Streit entlassen

TSG 1899 Hoffenheim trennt sich von zwei Geschäftsführern nach Streit um einflussreichen Spielerberater

Die TSG 1899 Hoffenheim hat zwei ihrer Geschäftsführer abberufen, nachdem es zu einem Konflikt über die Rolle des prominenten Spielerberaters Roger Wittmann gekommen war. Markus Schutz und Frank Briel haben den Verein verlassen, sodass nun Andreas Schicker und Tim Jost die Verantwortung für die sportlichen und marketingbezogenen Belange der TSG Hoffenheim übernehmen. Die personellen Veränderungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen dem Großaktionär Dietmar Hopp und dem Berater Wittmann.

Auslöser des Streits war die unter Schutz eingeführte Beschränkung der Aktivitäten Wittmanns sowie eines weiteren Beraters der Agentur Rogon. Hopp, der 49 Prozent der Vereinsanteile hält, kritisierte diese Maßnahmen öffentlich – Wittmann gilt als enger Vertrauter des Milliardärs. Im September hob das Landgericht Heidelberg die Einschränkungen teilweise auf, was den Druck auf die Vereinsführung weiter erhöhte.

Mit dem Abgang von Schutz und Briel übernimmt nun Schicker, der sportliche Leiter, die Verantwortung für Transfers und Kaderfragen der TSG 1899 Hoffenheim. Doch auch seine Zukunft ist ungewiss: Medienberichten zufolge könnte er zu RB Salzburg wechseln. Erst im Oktober 2024 war Schicker von Sturm Graz nach Hoffenheim gekommen – gemeinsam mit Cheftrainer Christian Ilzer.

Sportlich liegt Hoffenheim nach neun Spieltagen auf Platz sechs der Bundesliga – eine deutliche Steigerung nach einer schwierigen Vorsaison. Dennoch wirft die Instabilität abseits des Platzes Fragen über die weitere Ausrichtung des Vereins auf.

Künftig werden Schicker und Jost die sportlichen und marketingstrategischen Geschicke des Clubs lenken. Angesichts von Hopps weiterhin starkem Einfluss könnte der Konflikt um Wittmann jedoch weiter nachwirken. Für Hoffenheim wird es nun darauf ankommen, die Liga-Position zu halten und gleichzeitig die internen Herausforderungen zu bewältigen.