Luxemburger muss 124.000 Euro Strafe für Schmuggel eines Schweizer Ferraris zahlen
Adriane BoucseinLuxemburger muss 124.000 Euro Strafe für Schmuggel eines Schweizer Ferraris zahlen
Ein 60-jähriger Mann aus Luxemburg wurde mit einer Strafe von über 124.000 Euro belegt, nachdem er versucht hatte, einen nicht angemeldeten Schweizer Ferrari nach Deutschland einzuführen. Der Vorfall kam Anfang September bei einer routinemäßigen Zollkontrolle am Grenzübergang Konstanz-Paradiesertor ans Licht.
Die Behörden deckten zudem ein größeres Muster nicht deklarierter Fahrzeugimporte in der Region auf: Zwischen Januar und Juni 2025 wurden Dutzende ähnliche Fälle registriert.
Der schwarze Ferrari, dessen Wert auf etwa 207.000 Euro geschätzt wird, war zwar in der Schweiz zugelassen, jedoch nicht von den EU-Importabgaben befreit. Als der Fahrer an der Grenze angehalten wurde, musste er die fälligen Abgaben sofort begleichen und zusätzlich eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Nach der Zahlung vor Ort durfte er seine Fahrt fortsetzen.
Gegen den Mann wurde ein steuerstrafrechtliches Verfahren eingeleitet, das später an das Hauptzollamt Karlsruhe zur weiteren Bearbeitung übergeben wurde.
Der Fall ist Teil eines größeren Trends im Zollbezirk Singen. Zwischen Januar und Juni 2025 identifizierten die Beamten 26 Fahrzeuge mit Nicht-EU-Zulassung, deren Gesamtwert über 230.000 Euro lag. Daraus resultierten Importabgaben in Höhe von rund 71.500 Euro.
Zudem konnten 38 weitere Fahrzeuge in diesem Zeitraum keinen Nachweis über die Entrichtung der Abgaben erbringen. Ihr Gesamtwert belief sich auf über 330.000 Euro, was zu ausstehenden Importabgaben von mehr als 165.000 Euro führte. Seitdem wurden im Bezirk keine weiteren Fälle mit nicht in der EU zugelassenen Fahrzeugen verzeichnet, wie aus den vorliegenden Unterlagen hervorgeht.
Die Entdeckung des Ferraris und anderer nicht deklarierter Fahrzeuge unterstreicht die laufenden Kontrollbemühungen an der deutsch-schweizerischen Grenze. Die Zollbehörden haben erhebliche ausstehende Abgaben eingezogen, während weitere Ermittlungen im Gange sind. Der Fall dient als Mahnung, wie streng die Einfuhrbestimmungen für nicht in der EU zugelassene Fahrzeuge in Deutschland gehandhabt werden.






