Laserangriff auf Lokführer: Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg
Philipp NetteLaserangriff auf Lokführer: Jugendliche blenden Zugführer in Ludwigsburg
Laserpointer blendet Lokführer am Ludwigsburger Bahnhof – Bundespolizei ermittelt
Am Samstagabend wurde ein Zugführer am Bahnhof Ludwigsburg durch einen Laserpointer vorübergehend geblendet. Der Vorfall, der als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr eingestuft wird, wird nun von der Bundespolizei untersucht. Vier Jugendliche flüchteten anschließend in unbekannter Richtung vom Tatort.
Der Angriff ereignete sich am 6. September 2025, als ein 26-jähriger Lokführer von einem grünen Laserstrahl getroffen wurde. Die mutmaßlich verantwortliche Gruppe, bei der es sich um Jugendliche handeln soll, ergriff daraufhin die Flucht. Der betroffene Zug kam kurz nach dem Vorfall auf Gleis 1 zum Stehen.
Augenzeugen berichteten von zwei Verdächtigen mit auffälliger Kleidung: Einer trug eine schwarze Jacke mit gelben Streifen, ein weiterer eine Baseballkappe und eine Hüfttasche der Marke Gucci. Die Behörden konnten die Täter bisher nicht identifizieren.
Angriffe mit Laserpointern auf Züge haben in Deutschland in den letzten Jahren zugenommen. Zwar liegen keine zentral erfassten bundesweiten Zahlen für die vergangenen zwei Jahre vor, doch Bahnbetreiber und Polizei bestätigen jährlich Hunderte ähnlicher Fälle. Exakte Gesamtzahlen wären nur über eine direkte Anfrage an die Deutsche Bahn oder die Bundesverkehrsbehörden erhältlich.
Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart leitet die Ermittlungen und bittet Zeugen, sich zu melden. Der Vorfall führte zu Behinderungen im Bahnverkehr und wirft Fragen zur Sicherheit bei Laserangriffen auf. Die Fahndung nach den vier Verdächtigen dauert an.






