13 March 2026, 22:33

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – wer regiert die Agrarpolitik?

Eine Deutschlandkarte mit in Rot und Blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahltermins.

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – wer regiert die Agrarpolitik?

Die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg hat die politische Landschaft neu geordnet: Grüne und CDU errangen jeweils 56 Sitze. Die Zukunft des Agrarministeriums bleibt jedoch ungewiss, während Schlüsselakteure auf eine Wiederernennung von Peter Hauk drängen. Bauernverbände und Wirtschaftsführer haben bereits deutlich ihre Unterstützung für seine Rückkehr signalisiert.

Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Zweitstimmen – ein leichter Rückgang um 2,4 Prozentpunkte gegenüber 2021 –, während die CDU auf 29,7 Prozent kam und damit 5,6 Prozentpunkte hinzugewann. Beide Parteien stellen nun mit je 56 Sitzen die stärksten Kräfte im neuen Landtag. Die AfD legte deutlich auf 18,8 Prozent zu und zieht mit 35 Mandaten als drittstärkste Kraft ein. Die SPD hingegen stürzte mit 5,5 Prozent auf ein historisches Tief und hält nur noch zehn Sitze. FDP und Die Linke verfehlten mit jeweils 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag.

Peter Hauk, der amtierende Agrarminister, verteidigte sein Direktmandat im Wahlkreis Neckar-Odenwald mit 39,5 Prozent der Erststimmen. Seine scharfe Kritik an Bundesagrarminister Cem Özdemir während der Bauernproteste 2023/24 – unter anderem warf er diesem vor, es fehle an "echter Leidenschaft für Agrarpolitik" – hatte für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun, da die Koalitionsgespräche laufen, setzt sich der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) vehement für Hauks Wiederberufung ein.

BLHV-Präsident Bernhard Bolkart betonte, man wünsche sich einen erfahrenen Minister an der Spitze des Ressorts. Auch der Landvolk Baden-Württemberg (LBV) fordert ein stärkeres Agrarministerium in Stuttgart und nennt bürokratische Hürden, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit als zentrale Themen. LBV-Geschäftsführer Marco Eberle unterstrich die Notwendigkeit stabiler agrarpolitischer Rahmenbedingungen – Hauks Verbleib würde hier Kontinuität gewährleisten.

Das Wahlergebnis wirft die Frage auf, ob die grün-schwarze Koalition fortgesetzt wird. Die wiederholten Konflikte zwischen Özdemirs Bundespolitik und Hauks Position hatten die Verhandlungen bereits belastet. Angesichts des AfD-Zuwachses und des SPD-Einbruchs bleibt die künftige Ausrichtung der Landesregierung – insbesondere in der Agrarpolitik – ein zentrales Anliegen der Branche.

Mit gleich vielen Sitzen für Grüne und CDU sind die Koalitionsoptionen offen. Die Bauernverbände haben ihre Präferenz klar formuliert: Peter Hauk soll Agrarminister bleiben. Die endgültige Entscheidung wird mitbestimmen, wie Baden-Württemberg die drängenden agrarpolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre angeht.

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