Landespreis für Heimatforschung: Diese Projekte überzeugen mit lokaler Kulturarbeit
Adriane BoucseinLandespreis für Heimatforschung: Diese Projekte überzeugen mit lokaler Kulturarbeit
Die Preisträger des 44. Landespreises für Heimatforschung Baden-Württemberg stehen fest. Zwei Projekte setzten sich unter 99 Einreichungen durch und zeigen die Vielfalt der regionalen Forschung. Der Preis würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement bei der Erforschung und Bewahrung des lokalen Kulturerbes.
Eine unabhängige Jury sichtete alle 99 Beiträge, bevor die finalen Preisträger ausgewählt wurden. Die Historikerin Dr. Martina Schmid gewann in der Kategorie „Forschungsveröffentlichung“. Der Bürgerverein Heimatkreis Oberes Remstal wurde für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.
Die feierliche Verleihung findet am 20. November 2025 in Weinheim statt. Insgesamt werden 17.500 Euro Preisgeld an die Gewinner verteilt. Der Digitale Heimatpreis ging an das Projekt „Diefenbach-Haus-Chronik“ in Sternenfels. Die Initiative dokumentiert und teilt die Geschichte des Dorfes digital und macht sie so einem breiten Publikum zugänglich. Arne Braun, Staatssekretär für Kunst, beschrieb Heimat als etwas, das durch gemeinsames Handeln geprägt wird. Sie entstehe aus geteilten Taten, Beziehungen und Alltagserfahrungen, so Braun.
Der Preis unterstreicht die Bedeutung ehrenamtlicher Forschung für die Bewahrung der lokalen Geschichte. Beide ausgezeichneten Projekte erhalten bei der Novemberfeier Anerkennung und Förderung. Ihre Arbeit trägt zu einem tieferen Verständnis der Vergangenheit Baden-Württembergs bei.