Kunsthaus Göttingen feiert Comeback mit Jürgen Teller nach Insolvenz
Mahmut UllmannKunsthaus Göttingen feiert Comeback mit Jürgen Teller nach Insolvenz
Das Kunsthaus Göttingen öffnet nach Insolvenz neu: Comeback mit Jürgen Teller
Das Kunsthaus Göttingen wird am 27. März 2025 seine Türen wieder öffnen – nach einer Phase der Insolvenz im Jahr 2024. Die in dem Kunstquartier KuQua ansässige Galerie startet ihren Neuanfang mit einer großen Ausstellung des Fotografen Jürgen Teller. Die Wiedereröffnung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative von Stadtvertretern und Kulturverantwortlichen, die das Haus als zentralen Kulturort in Göttingens Altstadt wieder etablieren wollen.
Die offizielle Ankündigung erfolgte durch Petra Broistedt, Göttingens Oberbürgermeisterin und Vorsitzende des Aufsichtsrats. An ihrer Seite wirkten Gerhard Steidl, Inhaber des Günter-Grass-Archivs, und Johannes-Peter Herberhold maßgeblich an der Realisierung des Projekts mit. Steidl ist seit Langem eine Schlüsselfigur für die Entwicklung des Kunstquartiers: Bereits 2008 hatte er gemeinsam mit dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Meyer das Konzept vorgelegt und später die 2016 erfolgte Sanierung des angrenzenden Archivs geleitet, das seit 2015 Teil des KuQua-Komplexes ist.
Den Auftakt der neuen Ära bildet die Ausstellung Auschwitz Birkenau von Jürgen Teller, die vom 27. März bis 1. Juni 2025 zu sehen sein wird. Es folgt Shot by Adams, eine Fotografie-Ausstellung von Bryan Adams (4. September bis 1. November 2025). Den Abschluss des Jahres macht Jim Dine mit einer Präsentation von Bildern und Skulpturen (6. November 2025 bis Ende Januar 2026). Diese hochkarätigen Shows sind Teil eines ganzjährigen Programms, das Besucher anziehen und das Kunsthaus als führende Kulturadresse positionieren soll.
Der Eintritt kostet 8 Euro, wobei Ermäßigungen für bestimmte Gruppen angeboten werden. Kinder unter 18 Jahren sowie alle Gäste am letzten Donnerstag eines Monats haben freien Eintritt. Das Kunsthaus setzt damit auf eine Balance zwischen Zugänglichkeit und kultureller Strahlkraft – und will Göttingen als lebendigen Kunststandort stärken.
Die Neueröffnung markiert einen frischen Start für das Kunsthaus, das im Herzen des Kunstquartiers KuQua liegt. Mit einem starken Ausstellungsprogramm und einem erneuerten Fokus auf kulturelle Teilhabe soll das Haus seine frühere Bedeutung für die Stadt zurückgewinnen. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen Verantwortlichen und Kulturschaffenden hat das Projekt nach der finanziellen Krise wieder auf die Beine gestellt.






