Komponist Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform: "Vernichtender Schlag für ernste Musik"
Mahmut UllmannKomponist Ruzicka klagt gegen GEMA-Reform: "Vernichtender Schlag für ernste Musik"
Der Komponist Peter Ruzicka hat Beschwerde gegen die GEMA, die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte, eingereicht. Er wirft der Organisation vor, dass ihre geplanten Reformen die ernste Musik schwer schädigen und gegen Antidiskriminierungsgesetze verstoßen würden.
Ruzicka hat den Fall dem Bundeskartellamt vorgelegt. Er argumentiert, dass die Abschaffung des Bewertungssystems für Komponisten durch die GEMA deren Einnahmen um 70 Prozent kürzen würde. Seiner Ansicht nach fehlt es diesem Vorhaben an einer sachlichen Begründung, und es werde nachhaltige Schäden verursachen.
Die Reform bezeichnet er als einen "vernichtenden Schlag gegen die ernste Musik". Ohne faire Tantiemen, warnt er, werde es für junge Komponisten schwieriger, die erforderliche Stimmrechtshürde zu erreichen. Dadurch könnte ihnen der Zugang zu Mitspracherechten und Marktchancen verwehrt bleiben.
Ruzicka drängt auf ein sofortiges Missbrauchsverfahren sowie einstweilige Maßnahmen. Sein Ziel ist es, die Abstimmung über den Entwurf "Die neue Kulturförderung" auf der GEMA-Generalversammlung im Mai 2026 zu stoppen. Er besteht darauf, dass die Änderungen irreversibel seien und das Überleben der ernsten Musik bedrohen würden.
Mit seiner Beschwerde will Ruzicka die GEMA-Reform vor der geplanten Abstimmung im nächsten Jahr verhindern. Bei Erfolg könnte das aktuelle Vergütungssystem für Komponisten erhalten bleiben. Das Ergebnis könnte zudem Präzedenzcharakter dafür haben, wie Verwertungsgesellschaften verschiedene Musikgenres behandeln.






