Kognitive Ergonomie revolutioniert die Intralogistik – wie Unternehmen ihre Mitarbeiter schützen
Adriane BoucseinKognitive Ergonomie revolutioniert die Intralogistik – wie Unternehmen ihre Mitarbeiter schützen
Die Zukunft der Intralogistik entwickelt sich hin zu Arbeitsplätzen, die Technologie mit den Bedürfnissen der Menschen verbinden. Im Mittelpunkt steht dabei die kognitive Ergonomie – die Gestaltung von Systemen, die körperliche Belastungen verringern und gleichzeitig die Effizienz der Mitarbeiter erhalten. Auf der LogiMAT 2026 wird PRONOMIC neue Hebelösungen präsentieren, die diese Herausforderungen direkt angehen.
Der Druck, die Ergonomie zu verbessern, wächst, da schweres Heben und ungünstige Körperhaltungen in Lagern weiterhin zu Verletzungen führen. Unternehmen investieren zunehmend in moderne Hilfsmittel, um ihre Mitarbeiter zu schützen und die Kosten durch Fehlzeiten zu senken.
In Verteilzentren sind Mitarbeiter häufig repetitiven Hebevorgängen und ergonomisch ungünstigen Positionen ausgesetzt. Diese Tätigkeiten führen oft zu muskuloskelettalen Erkrankungen, die Beschäftigte zwingen, krankheitsbedingt auszufallen. Das Problem veranlasst Arbeitgeber, nach intelligenteren Lösungen zu suchen, die sich nahtlos in den Arbeitsalltag integrieren lassen.
Der Markt bietet mittlerweile eine Vielzahl ergonomischer Hilfsmittel – von mobilen Hebeassistenten bis hin zu Vakuumröhren-Hebesystemen. Diese Tools reduzieren die Belastung, ohne den Arbeitsablauf zu stören. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen Vorreiter in der Exoskelett-Technologie. Ottobock stellte auf der CES 2026 in Las Vegas ein KI-gestütztes Exoskelett vor, das menschliche Bewegungen vorhersagt und unterstützt. German Bionic wiederum führte mit dem Modell Exia ein System ein, das Hebevorgänge von bis zu 38 Kilogramm erleichtert.
Große Logistikunternehmen wie DB Schenker und Toyota North America setzen diese Systeme bereits ein. Die Vorteile gehen über die Sicherheit hinaus: Bessere Ergonomie hilft auch dabei, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Vorschriften wie die DGUV Regel 1 in Deutschland verpflichten Arbeitgeber zudem, Arbeitsplatzrisiken zu bewerten und zu minimieren – ergonomische Verbesserungen sind damit nicht nur eine betriebswirtschaftliche Strategie, sondern auch eine rechtliche Notwendigkeit.
PRONOMICs bevorstehende Präsentation auf der LogiMAT 2026 wird zeigen, wie ganzheitliche Hebelösungen körperliche Belastungen verringern und gleichzeitig die Produktivität steigern können. Der Ansatz des Unternehmens entspricht einem branchenweiten Trend: Technologie soll Mitarbeiter unterstützen, nicht ersetzen.
Die Investition in ergonomische Lösungen bringt klare Vorteile mit sich. Sie senkt die Unfallzahlen, reduziert die Kosten durch Fehlzeiten und trägt zur langfristigen Produktivität bei. Angesichts verschärfter Vorschriften und des wachsenden Wettbewerbs um Fachkräfte positionieren sich Unternehmen, die das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter priorisieren, für einen nachhaltigen Erfolg.