Kita-Schließung in Villingen droht: Eltern kämpfen um Betreuungsplätze für ihre Familien
Mahmut UllmannKita-Schließung in Villingen droht: Eltern kämpfen um Betreuungsplätze für ihre Familien
Ungewisse Zukunft für Kita in Villingen-Schwenningen: KIKRiPP gGmbH steht vor der Insolvenz
Rund 40 besorgte Eltern trafen sich in der Neuen Tonhalle in Villingen-Schwenningen, um ihre Sorgen über die drohende Schließung der Kindertagesstätte KIKRiPP gGmbH und den Mangel an Alternativen in der Region zu äußern. An der Versammlung nahmen auch neun Stadträte aller politischen Fraktionen teil.
Hinter den finanziellen Problemen stecken eine Rückforderungsforderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro sowie bestehende Abrechnungsvereinbarungen. Die Eltern kritisierten die jüngste Entscheidung der Stadt, eine Vorauszahlung zu streichen – ein Schritt, der die ohnehin angespannte finanzielle Lage der Einrichtung weiter verschärfe. Vertreter der Stadt erläuterten zwar die seit dem 1. September geltenden Förderbedingungen und Zuschussregelungen, doch die Stimmung blieb angespannt.
Sollte ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden, würde KIKRiPP vorerst unter der Leitung eines Insolvenzverwalters noch drei Monate weiterbetrieben. Als mögliche Lösung wurde diskutiert, dass die Einrichtung auf ihre Forderung nach reduzierten monatlichen Zahlungen verzichtet – im Gegenzug für eine städtische Absicherung, etwa in Form einer Grundschuld auf dem Gebäude. Parallel führt die Stadt Gespräche mit einem nicht namentlich genannten Interessenten, der den Betrieb übernehmen könnte. Details hierzu sind Stand Dezember 2025 jedoch noch nicht bekannt.
Die Eltern wiesen auf die weitreichenden Folgen einer Schließung hin: Viele Familien stünden dann vor dem Problem, kurzfristig eine Betreuungsalternative finden zu müssen. Dies würde nicht nur berufstätige Eltern vor große Herausforderungen stellen, sondern auch die Kommunalverwaltungen und Steuerzahler zusätzlich belasten.
Die Zukunft von KIKRiPP bleibt vorerst ungewiss. Während die Verhandlungen zwischen der Stadt und einem potenziellen neuen Träger andauern, warten Eltern und Verantwortliche gleichermaßen auf eine Entscheidung, die über den Fortbestand oder die Schließung der Einrichtung entscheiden wird. Das Ergebnis wird Dutzende Familien direkt betreffen, die auf das Angebot angewiesen sind.