Kirchheim unter Teck wird Vorreiter für sichere Schulwege in Baden-Württemberg
Philipp NetteKirchheim unter Teck wird Vorreiter für sichere Schulwege in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg erleichtert Kommunen den Weg für sichere Schulwege zu Fuß oder mit dem Rad in Kirchheim unter Teck
Mit einer neuen Verordnung erleichtert Baden-Württemberg Kommunen die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen, um Kindern den Weg zur Schule sicherer zu machen. Die im August 2025 eingeführte Regelung gibt den Gemeinden klare rechtliche Instrumente an die Hand. Das Landesprogramm MOVERS unterstützt Schulen nun dabei, solche Maßnahmen umzusetzen – eines der ersten Pilotprojekte läuft in Kirchheim unter Teck.
Am 28. August 2025 veröffentlichte das Verkehrsministerium eine Verordnung, die es lokalen Behörden erleichtert, Schulstraßen und -zonen einzurichten. In diesen Bereichen wird der Verkehr eingeschränkt, um die Sicherheit zu erhöhen und Kinder zu selbstständiger Mobilität zu ermutigen. Die neuen Vorschriften bieten Kommunen sowohl rechtliche Klarheit als auch praktische Handlungsanleitungen.
Die Freihof-Schulen in Kirchheim unter Teck gehören zu den ersten Einrichtungen, die im Rahmen des MOVERS-Programms eine Schulzone entwickeln. Ihr Konzept sieht vor, eine Straße in der Nähe der Schule dauerhaft zu sperren, um eine sichere Umgebung zu schaffen. Bei einer kürzlichen Demonstration wurde gezeigt, wie eine solche Zone funktionieren könnte – Beamte begutachteten die möglichen Vorteile vor Ort.
Stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl, Verkehrsminister Winfried Hermann und Kirchheims Oberbürgermeister Pascal Bader besichtigten das Projekt, um sich über den Fortschritt zu informieren. Die MOVERS-Initiative steht Schulen mit Beratung und Ressourcen zur Seite, um die Veränderungen flächendeckend in der Region umzusetzen.
Die neue Verordnung räumt rechtliche Hürden für Kommunen aus dem Weg, die Schulstraßen oder -zonen einführen möchten. Das Projekt in Kirchheim unter Teck dient dabei als Vorbild für andere Städte, die ähnliche Maßnahmen planen. Zwar ist noch unklar, wie viele Gemeinden die Regelungen bereits nutzen, doch das Land setzt weiterhin auf sichere und aktivitätsfördernde Schulwege für Kinder in Kirchheim unter Teck.






