KI revolutioniert Patientenakten-Auswertung am Freiburger Uniklinikum
Bernhardine RörrichtKI revolutioniert Patientenakten-Auswertung am Freiburger Uniklinikum
KI-System unterstützt Ärzte am Universitätsklinikum Freiburg bei der schnelleren Analyse von Patientenakten
Ein KI-gestütztes System hilft Ärztinnen und Ärzten am Universitätsklinikum Freiburg nun dabei, medizinische Berichte effizienter auszuwerten. Die Technologie, die bereits in der Augenklinik im Einsatz ist, durchsucht Dokumente nach relevanten Informationen und reduziert so den manuellen Prüfaufwand. Finanziert wurde das Projekt durch eine Spende des Fördervereins Freunde der Augenklinik e. V.
Das KI-Sprachmodell arbeitet rund um die Uhr und extrahiert automatisch wichtige Daten aus Patientakten. Neben der Augenheilkunde nutzen mittlerweile auch andere Fachabteilungen das System. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Identifizierung von Patientinnen und Patienten, die für klinische Studien infrage kommen – so können Forscherinnen und Forscher geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gezielter ansprechen.
Datenschutz hat höchste Priorität: Sämtliche Verarbeitungsprozesse finden direkt vor Ort im Klinikum statt, sodass keine Patientendaten die Einrichtung verlassen. Dies garantiert die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Zudem trägt das System zur Qualitätskontrolle bei, indem es mögliche Behandlungsrisiken frühzeitig erkennt, bevor sie eskalieren.
Während die Radiologie zu den ersten Bereichen gehörte, die die Technologie einführten, ist bisher nicht bekannt, wie viele weitere Abteilungen sie bereits nutzen – und wann eine flächendeckende Einführung geplant ist.
Das KI-Werkzeug entlastet die Verwaltung, optimiert die Auswahl von Studienteilnehmenden und sorgt durch die interne Datenverarbeitung für strenge Vertraulichkeitsstandards. Das spendenfinanzierte Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer breiteren Integration von KI in klinische Arbeitsabläufe.