Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Adriane BoucseinKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert grundlegende Reformen bei der Deutschen Bahn. Der Bahnkonzern leide unter mangelhafter Leistung, schwacher Führung und Sicherheitsbedenken aufgrund veralteter Technik, so der Verband. Die BKU-Spitze setzt sich für eine langfristige Privatisierung ein, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu steigern.
BKU-Bundesvorsitzender Martin Nebeling kritisierte, dass der Staat die Deutsche Bahn nicht wirksam führe. Er verwies auf anhaltende Leistungsdefizite und Managementschwächen als zentrale Probleme. Als Belege für systemische Mängel nannte die Organisation aktuelle Pannen wie den bundesweiten Bahnstillstand wegen technischer Probleme sowie die Kostenexplosion beim Projekt Stuttgart 21.
Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Notwendigkeit einer zuverlässigen, leistungsfähigen Schieneninfrastruktur. Der Verband schlug vor, dass deutsche Mittelständler innovative Technologien einbringen könnten, um Effizienz, Sicherheit und Kapazitäten im Schienenverkehr zu erhöhen. Als erfolgreiche Beispiele für Privatisierungen führte die BKU die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa an.
Die Organisation besteht darauf, dass mehr unternehmerische Initiative und eine vollständige Privatisierung nötig seien, um die anhaltenden Probleme der Deutschen Bahn zu lösen. Diese Schritte würden den Schienenverkehr wettbewerbsfähiger und verlässlicher machen, so die Überzeugung des Verbandes. Die BKU hat ihre Forderungen klar formuliert und die Politik zum Handeln bei der Strukturreform aufgefordert.
