04 February 2026, 02:42

Junge Union will Einbürgerungen erschweren: Acht Jahre Aufenthalt und B2-Deutsch

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Junge Union will Einbürgerungen erschweren: Acht Jahre Aufenthalt und B2-Deutsch

Die Junge Union (JU), die Jugendorganisation der deutschen CDU, fordert weitreichende Änderungen der Staatsbürgerschaftsregeln in Deutschland. Sie will zentrale Reformen aus dem Jahr 2024 rückgängig machen und die Anforderungen für Einbürgerungsbewerber verschärfen. Zu ihren Vorschlägen gehören längere Mindestaufenthaltszeiten und strengere Sprachvorgaben.

Die JU begründet dies damit, dass die Reformen von 2024 ein falsches Signal gesetzt und das Vertrauen der Bevölkerung in das System untergraben hätten. Fünf Jahre Aufenthalt seien oft zu kurz für eine gelungene Integration, argumentiert die Organisation. Stattdessen schlägt sie vor, die Mindestaufenthaltsdauer von fünf auf acht Jahre anzuheben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Sprachkenntnissen. Derzeit müssen Antragsteller das Niveau B1 nachweisen, doch die JU will die meisten Ausnahmen streichen und die Hürde auf B2 anheben. Starke Deutschkenntnisse seien unverzichtbar für eine erfolgreiche Integration, betont die Gruppe.

Obwohl die Bundesregierung bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, treibt die JU ihre Forderungen voran. Sie sind Teil einer breiteren Initiative, um politische Weichenstellungen der Ampelkoalition zurückzudrehen.

Falls die Vorschläge der JU umgesetzt würden, hätte das für viele Bewerber erschwerte Einbürgerungsbedingungen zur Folge. Die verlängerte Aufenthaltsregel und die höheren Sprachstandards würden für die meisten künftigen Antragsteller gelten. Bisher liegt keine Reaktion der Regierung vor.