08 February 2026, 11:02

Ingolstadt nutzt Traktoren als Notstromgeneratoren für Blackouts

Eine Luftaufnahme einer überfluteten Stadtlandschaft mit versunkenen Gebäuden, Bäumen, Polen, Fahrzeugen und einer Brücke, die die Verwüstung durch das Japan-Erdbeben und den Tsunami zeigt.

Ingolstadt nutzt Traktoren als Notstromgeneratoren für Blackouts

Ingolstadt rüstet drei kommunale Gebäude als Notunterkünfte für Stromausfälle aus

Die Stadt Ingolstadt hat drei städtische Gebäude als Notunterkünfte vorbereitet, um auf mögliche Stromausfälle reagieren zu können. Hintergrund sind Befürchtungen vor Versorgungsengpässen – als Backup-Lösung setzt die Stadt dabei auf Traktoren, die im Ernstfall als Stromgeneratoren dienen. Alle drei Standorte sind so ausgestattet, dass sie auch bei längerfristigen Blackouts funktionsfähig bleiben.

Als Notunterkünfte dienen die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle im Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Alle drei Gebäude verfügen bereits über die notwendige Infrastruktur wie Umkleideräume, Duschen, Küchen und eigene Heizöltanks. Dadurch können sie im Falle eines Stromausfalls autark betrieben werden.

Um die Unterkünfte mit Energie zu versorgen, hat die Stadt Traktoren aus dem Bauhof und dem Grünflächenamt mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausgerüstet. Diese lassen sich im Notfall schnell anschließen und stellen über mehrere Steckdosen Strom bereit. Die Generatoren sind zudem flexibel einsetzbar und können bei Bedarf auch andere wichtige Geräte mit Energie versorgen.

Die technische Ausstattung und Stromversorgung der Hallen kostete jeweils knapp 20.000 Euro. Weitere Wartungskosten werden jedoch nicht erwartet. Da die Gebäude dank ihrer Heizsysteme ganzjährig nutzbar sind, eignen sie sich zuverlässig als Notfalltreffpunkte.

Ingolstadt setzt damit auf eine kostengünstige und ressourcenschonende Lösung: Die Traktoren fungieren als mobile Kraftwerke und sichern die Funktionsfähigkeit der Unterkünfte – ohne laufende Folgekosten. Bisher haben keine anderen Kommunen in Baden-Württemberg ähnliche Maßnahmen gemeldet.