28 June 2026, 18:27

Infrastruktur überholt Migration als Top-Thema der NRW-Wähler – und die Regierung verliert an Vertrauen

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Infrastruktur überholt Migration als Top-Thema der NRW-Wähler – und die Regierung verliert an Vertrauen

Infrastruktur, ÖPNV und Verkehr sind jetzt die drängendsten Sorgen der Wähler in Nordrhein-Westfalen – und überholen damit das Thema Migration. Eine aktuelle Umfrage zeigt verschobene Prioritäten und eine sinkende Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung. Wirtschaftliche Ängste und steigende Reisekosten prägen zudem die Stimmung vor möglichen Neuwahlen.

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Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent. Auch die SPD büßt drei Punkte ein und liegt bei 17 Prozent – nahe an ihrem historischen Tiefstand im Land. Gleichzeitig legten die Grünen zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent, während die rechtspopulistische AfD auf 17 Prozent klettert und damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft liegt.

Die FDP überspringt erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde und gewinnt einen Punkt hinzu. Die Zustimmung zur Landesregierung ist derweil stark gesunken: Nur noch 42 Prozent der Bürger zeigen sich zufrieden – ein deutlicher Rückgang seit Februar. Auch die wirtschaftliche Lage wird kritischer gesehen: Lediglich 22 Prozent bewerten die Wirtschaftslage des Landes als sehr gut oder gut, neun Punkte weniger als im Vorjahr.

Infrastrukturprobleme stehen nun ganz oben auf der Agenda der Wähler: 31 Prozent nennen sie als dringlichstes Thema – ein Anstieg um fünf Punkte seit Februar. Zudem wachsen die Ängste vor Arbeitsplatzverlust: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als noch 2023. Hinzu kommt, dass jeder vierte Bürger wegen gestiegener Kosten seine Reisepläne ändert – 25 Prozent entscheiden sich für günstigere Alternativen oder sagen Reisen ganz ab.

Das politische Klima in Nordrhein-Westfalen ist im Umbruch: Infrastrukturdefizite und wirtschaftliche Sorgen verdrängen die Migration als zentrale Wahlkampfthemen. Die sinkenden Umfragewerte von CDU und SPD spiegeln eine breite Unzufriedenheit wider. Parteien wie die AfD und die Grünen profitieren von der Stimmungslage, während steigende Lebenshaltungskosten und Jobunsicherheit den Druck auf die Landesregierung erhöhen.

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