20 December 2025, 20:31

HZA-LÖ: Zoll deckt über 60 Fälle illegaler Arbeit in der Ortenau-Region auf

Graffiti-überzogener Zug mit sichtbaren Kabeln, Häuser mit Fenstern im Hintergrund.

HZA-LÖ: Zoll deckt über 60 Fälle illegaler Arbeit in der Ortenau-Region auf

Hauptzollamt Lörrach – Offenburg: Zoll deckt über 60 Fälle illegaler Beschäftigung in der Ortenau auf

Hauptzollamt Lörrach – Drei Ermittlungsverfahren des Hauptzollamts Lörrach und der ... [Weiterlesen]

  1. Dezember 2025, 23:15 Uhr

Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen, Kriminalität & Justiz

Drei unabhängige Ermittlungen zu Sozialversicherungsbetrug und illegaler Beschäftigung sind in Baden-Württemberg abgeschlossen worden. Behörden des Hauptzollamts Lörrach und der Staatsanwaltschaft Offenburg haben die Fälle bis Jahresende aufgeklärt. Dabei wurden wiederholt Verstöße in den Branchen Gastronomie, Spedition und persönliche Dienstleistungen aufgedeckt.

Im Gutachtal wurde ein Gastgewerbebetrieb überführt, eine ausländische Arbeitskraft ohne gültige Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltstitel beschäftigt zu haben. Der Inhaber hatte die Anstellung zudem nicht unverzüglich gemeldet und den Mitarbeiter nicht fristgerecht angemeldet. Daraufhin verhängte das Amt gegen den Betriebsinhaber ein Bußgeld in Höhe von 2.000 Euro sowie eine zusätzliche verwaltungsrechtliche Strafe von 1.500 Euro.

Ein Kehler Gastwirt wurde schuldig gesprochen, in 23 Fällen pflichtgemäße Sozialabgaben nicht korrekt abgeführt zu haben. Das Gericht verhängte für die wiederholten Verstöße eine Geldstrafe von 5.600 Euro. Gleichzeitig wurde ein Ortenauer Speditionsunternehmen zur Kasse gebeten, nachdem es in 37 Fällen Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten oder falsch abgeführt hatte – die Strafe belief sich auf 9.800 Euro. Zudem gerieten sechs Friseurbetriebe in den Fokus der Ermittler, zu deren Fällen jedoch keine detaillierten Angaben vorliegen. Durchsuchungen führte das Hauptzollamt Lörrach gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Baden-Baden im Rahmen der großangelegten Kontrollen durch.

Die drei abgeschlossenen Verfahren unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Sozialbetrug und Schwarzarbeit in der Region konsequent zu bekämpfen. Insgesamt wurden Strafen von über 17.000 Euro verhängt, die sowohl finanzielle Unregelmäßigkeiten als auch illegale Beschäftigungsverhältnisse ahnden. Die Behörden kündigten an, Unternehmen, die ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen, weiterhin streng zu überwachen.