Hyundai wächst trotz schrumpfendem Markt – doch die Branche kämpft weiter
Bernhardine RörrichtHyundai wächst trotz schrumpfendem Markt – doch die Branche kämpft weiter
Die deutsche Automobilbranche steht 2026 vor anhaltenden Herausforderungen – Händler bereiten sich auf ein weiteres schwieriges Jahr vor. Hyundai treibt sein Wachstum weiter voran und strebt bis 2030 einen Marktanteil von 4 bis 5 Prozent an, nachdem das Unternehmen seit 2020 kontinuierlich zugelegt hat. Die Volkswagen-Partnerbetriebe bleiben zwar stark positioniert, kämpfen jedoch mit steigenden Kosten und Ineffizienzen.
Die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins AUTOHAUS liegt jetzt vor und bietet Einblicke in Händlerstrategien sowie regulatorische Neuerungen für den Sektor.
Hyundai verzeichnet seit 2020 deutliche Fortschritte in Deutschland. Zu Beginn des Jahres 2026 steigerte die Marke ihre Neuzulassungen um 8 Prozent – und das in einem insgesamt schrumpfenden Markt. Der Marktanteil liegt nun bei 3,3 Prozent, ein Zuwachs gegenüber den Vorjahren. Ein zentraler Treiber dieses Wachstums ist die erweiterte Palette an Elektrofahrzeugen, darunter der INSTER, der allein in den ersten Monaten 2026 über 1.600 Neuzulassungen verbuchte. Mit einem Batterieelektrofahrzeug-Anteil (BEV) von 28 Prozent übertrifft das Modell den Marktdurchschnitt von 20 Prozent.
Neuzugänge wie der IONIQ 6 N und der IONIQ 3 festigen Hyundais Position zusätzlich. Das Unternehmen investiert zudem in die lokale Entwicklung: Das Zentrum in Rüsselsheim wird ausgebaut, und die Produktion in Europa – etwa in der Slowakei, Tschechien und der Türkei – wird hochgefahren. Durch Performance-Tuning am Nürburgring werden die Modelle an europäische Fahrpräferenzen angepasst.
Volkswagen-Händler bleiben zwar marktführend, stehen aber unter Druck durch hohe Betriebskosten und überlastete Arbeitsabläufe. Autobanken reagieren darauf mit Lösungen, die Händlern helfen sollen, die Kundenbindung durch effizientere Prozesse und moderne Finanzprodukte zu stärken. Auch der Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg bringt sich ein, indem er die Anliegen von Händlern und Werkstätten in die politische Diskussion einbringt.
Regulatorische Vorgaben bleiben ein zentrales Thema. Experten raten, dass Unterlassungsaufforderungen vor allem bei klaren Verstößen wirksam sind – nicht jedoch bei komplexen Fällen im Rahmen der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV). Die aktuelle AUTOHAUS-Verkaufsstudie zeigt zudem Defizite in den Online-Strategien des Einzelhandels auf und mahnt eine schnelle Anpassung an.
Die neue Ausgabe von AUTOHAUS (23–24/2025) ist als digitales ePaper sowie im Archiv auf der Wissensplattform AUTOHAUS next abrufbar. Zudem erscheint sie als Hybridausgabe mit asp AUTO SERVICE PRAXIS und bietet praxisnahe Leitfäden für die Branche.
Hyundais Wachstumsstrategie und die erweiterte E-Fahrzeugpalette stärken die Marktpräsenz der Marke, doch für die gesamte Automobilbranche zeichnet sich 2026 keine spürbare Erholung ab. Händler müssen sich auf Effizienzsteigerung, digitale Transformation und Kundenbindung konzentrieren, um die anhaltenden Herausforderungen zu meistern. Die aktuelle AUTOHAUS-Ausgabe liefert ihnen die notwendigen Ressourcen, um im hart umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.






