Hugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und Filialschließungen im Krisenjahr 2023
Philipp NetteHugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und Filialschließungen im Krisenjahr 2023
Hugo Boss meldet deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen im ersten Quartal 2023
Der Modekonzern Hugo Boss verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen deutlichen Einbruch bei Umsatz und Gewinnen. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, während der operative Gewinn um 42 Prozent einbrach. Die Unternehmensführung rechnet nun damit, dass sich der Umsatzrückgang in den kommenden Monaten weiter fortsetzen wird.
Besonders stark betroffen waren die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika, wo die Umsätze um 8 Prozent zurückgingen. Wichtige Märkte wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien folgten diesem negativen Trend. Die Casualwear-Linie Hugo verzeichnete mit einem Rückgang von 21 Prozent den stärksten Einbruch.
Ende 2022 hatte Hugo Boss seine Claim 5 Touchdown-Strategie zur Erholung des Unternehmens vorgestellt. Im Rahmen dieses Plans sollen bis 2028 weltweit 50 Filialen geschlossen werden, von denen 15 bereits jetzt betroffen sind. Eine neu gestaltete Damenkollektion unter der Leitung der Designerin Kerstin Dorst soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Trotz dieser Maßnahmen rechnet das Unternehmen frühestens ab 2027 wieder mit einem realen Wachstum. Die jüngsten Finanzzahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen in einem schwierigen Einzelhandelsumfeld. Mit den laufenden Filialschließungen und der geplanten Neuauflage der Damenmode setzt Hugo Boss auf langfristige Veränderungen, um den aktuellen Abwärtstrend umzukehren. Für das Gesamtjahr wird weiterhin ein Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erwartet.






