Hessens CDU-Politiker erobern Schlüsselrollen in der Bundesführung
Adriane BoucseinSechs Hessen auf neuem CDU-Bundesvorstand gewählt - Hessens CDU-Politiker erobern Schlüsselrollen in der Bundesführung
Sechs Politiker aus Hessen haben Schlüsselpositionen in der neuen Bundesführung der CDU übernommen. Die Ernennungen erfolgten auf dem Bundesparteitag der Union in Stuttgart am 20. Februar 2026. Unter ihnen wurde Ines Claus zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt – ihr erstes Amt im Bundesvorstand unter Friedrich Merz.
Die hessische Delegation verzeichnete sowohl Wiederwahlen als auch Neubesetzungen, was die Bedeutung des Landes innerhalb der Partei weiter stärkt. Ministerpräsident Boris Rhein lobte die Ergebnisse und bezeichnete Hessen als "unverzichtbaren Teil" der CDU-Bundesstruktur.
Ines Claus, Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Hessen, setzte sich in ihrer neuen Rolle mit 657 von 862 Stimmen durch. Als eine von sechs stellvertretenden Bundesvorsitzenden steigt sie damit von der Landesebene in eine bundesweite Führungsposition auf. Parteivertreter hoben ihre Fähigkeit hervor, föderale Politik, europäische Themen und grundsätzliche Parteientscheidungen voranzutreiben.
Neben Claus zogen fünf weitere hessische Politiker in den Bundesvorstand ein. Astrid Wallmann, Präsidentin des Hessischen Landtags, wurde mit 804 Stimmen wiedergewählt. Die Landtagsabgeordnete Kim-Sarah Speer sicherte sich ihren Platz im Vorstand mit 773 Stimmen, während der Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann 757 Stimmen erhielt. Hessens Finanzminister Alexander Lorz wurde mit 734 Stimmen wiedergewählt.
Fabian Beine übernahm die Rolle des digitalpolitischen Sprechers der Bundespartei und bringt damit einen neuen Schwerpunkt ins Team. Ministerpräsident Boris Rhein, der zugleich CDU-Landesvorsitzender ist, begrüßte die Ergebnisse. Die Vertretung Hessens sei "entscheidend für die Ausrichtung der Partei", betonte er – "Hessen ist unverzichtbar" in der CDU-Bundesführung.
Die Wahlen festigen Hessens Position in den bundesweiten Entscheidungsgremien der CDU. Claus wird künftig die Bundespolitik mitgestalten, während die wiedergewählten und neu berufenen Mitglieder spezifische Verantwortungsbereiche übernehmen. Ihre Ämter spiegeln den wachsenden Einfluss des Landes in den oberen Parteirängen wider.






