08 February 2026, 22:58

Heidelberg überholt Berlin: Studierende zahlen hier die höchsten Mieten Baden-Württembergs

Titelblatt der 1873er-Ausgabe der Universität Heidelberg mit Text und Zahlen zur Universitätsgeschichte.

Heidelberg überholt Berlin: Studierende zahlen hier die höchsten Mieten Baden-Württembergs

Wohnkosten für Studierende in Heidelberg steigen stark – die Stadt ist nun der teuerste Standort in Baden-Württemberg

In den vergangenen drei Jahren sind die Mieten für Studentinnen und Studenten in Heidelberg deutlich gestiegen. Die Stadt ist damit zum teuersten Standort für Studierende in Baden-Württemberg geworden. Hohe Nachfrage und ein begrenztes Angebot treiben die Preise weiter in die Höhe – eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Eine kleine Wohnung in Heidelberg kostet derzeit durchschnittlich rund 670 Euro im Monat, ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft liegt bei etwa 630 Euro. Damit liegen die Preise sogar über denen in Berlin, wo Studierende für eine Wohnung 660 Euro und für ein WG-Zimmer 620 Euro zahlen. Allein in den letzten drei Jahren sind die Mieten in Heidelberg im Schnitt um 5,2 Prozent gestiegen.

Bundesweit belegt die Stadt Platz acht bei den Wohnkosten für Studierende. Innerhalb Baden-Württembergs bleibt sie jedoch die mit Abstand teuerste Option. In anderen Universitätsstädten der Region wie Freiburg (644 Euro), Stuttgart (640 Euro) oder Konstanz (571 Euro) sind die Mieten nur geringfügig niedriger. Deutlich günstiger sind dagegen Mannheim (502 Euro) und Ulm (530 Euro).

Forschende verweisen auf ein wachsendes Problem: Die Zahl der Studierenden steigt, doch der Neubau von Wohnungen stockt. Ohne weiteren Wohnraum wird der Wettbewerb um bezahlbare Wohnungen noch härter – und die Preise werden voraussichtlich weiter klettern. Besonders Freiburg und Konstanz verzeichneten in den letzten Jahren bereits einige der stärksten Mietpreisanstiege.

Die Autorinnen und Autoren der Studie warnen vor einer weiteren Verschärfung der Wohnungsnot, falls der Bau neuer Apartments mit der Nachfrage nicht Schritt hält. Da es keine klaren Daten zu kürzlich fertiggestellten Wohnungen in Heidelberg gibt, sehen sich Studierende einem immer engeren Markt gegenüber. Vorerst bleiben hohe Kosten und begrenzte Optionen für alle, die in der Stadt studieren, die Realität.