06 February 2026, 13:12

Handwerk in Baden-Württemberg erwartet verhaltenen Start ins Jahr 2026

Eine Gravur, die eine Gruppe von Menschen zeigt, die in einer Fabrik arbeiten, einige halten Werkzeuge, mit Töpfen, Eimern und anderen Gegenständen, die herumliegen, und Text unten.

Stimmung im Handwerk: Viele harren besserer Zeiten - Handwerk in Baden-Württemberg erwartet verhaltenen Start ins Jahr 2026

Handwerksbetriebe in Südwestdeutschland stellen sich auf einen verhaltenen Start ins Jahr 2026 ein. Während einige auf eine leichte Erholung hoffen, rechnet die Mehrheit in den kommenden Monaten mit kaum Veränderungen. Die Branche bleibt vorsichtig, da wirtschaftliche Herausforderungen in allen Gewerken weiterhin bestehen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt gemischte Erwartungen im baden-württembergischen Handwerk. Nur jedes fünfte Unternehmen prognostiziert für das erste Quartal 2026 eine gute Besserung der Lage. Gleichzeitig befürchten 27 Prozent eine Verschlechterung – in jeder Gewerkschaft überwiegen die Pessimisten die Optimisten.

Im Baugewerbe zeichnet sich zwar eine leicht verbesserte Stimmung ab, doch insgesamt bleibt die Grundhaltung gedämpft: 50 Prozent der Betriebe erwarten keine Veränderung ihrer Situation. Die Dienstleistungs- und Gesundheitshandwerke blicken am zuversichtlichsten in die Zukunft, doch selbst hier herrscht Zurückhaltung vor.

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags, beschrieb die Branche als realistisch und geduldig. Viele Unternehmen glauben, das Schlimmste könnte überstanden sein, rechnen aber nicht mit einem kräftigen Aufschwung in naher Zukunft.

Die Aussichten für das frühe Jahr 2026 deuten auf eine anhaltende Schwächephase im Handwerk hin. Zwar gibt es in einigen Bereichen wie dem Baugewerbe erste vorsichtige Anzeichen einer guten Besserung, doch der allgemeine Trend bleibt verhalten. Die Betriebe bereiten sich auf eine allmähliche – nicht auf eine rasche – Erholung in den kommenden Monaten vor.