07 February 2026, 16:58

Hagel greift vor Landtagswahl interne Unionsstreits scharf an

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bürogebäudes des deutschen Bundeskanzlers, der den Aufbau des Gebäudes mit verschiedenen Räumen und Textanmerkungen zeigt.

Hagel greift vor Landtagswahl interne Unionsstreits scharf an

Manuel Hagel, Spitzenkandidat der Union in Baden-Württemberg, hat nur wenige Wochen vor der Landtagswahl interne Parteidebatten scharf kritisiert. Er wies aktuelle Vorschläge als unhilfreich zurück und warnte vor unüberlegten Diskussionen, die dem Image der Partei schaden könnten.

Hagel sprach sich deutlich gegen Ideen wie die Einschränkung von Teilzeitarbeit oder die Privatisierung der Zahnarztkosten aus. Diese Vorschläge nannte er "völliger Unsinn" und machte klar, dass er "gedankenlose Äußerungen, die die Menschen verprellen", nicht toleriere. Seine Kritik richtete sich auch gegen Vorstöße der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der Union, die er als unkonstruktiv bezeichnete.

Trotz seiner scharfen Worte betonte Hagel, die Union bleibe "die Partei der Arbeitnehmer online". Er unterstrich, dass die Union sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber vertrete und damit eine breite Basis habe. Gleichzeitig beharrte er darauf, dass die Union über die größte wirtschaftspolitische Kompetenz unter allen Parteien verfüge.

Angesichts der anstehenden Landtagswahl am 8. März deuten Hagels Äußerungen auf den Versuch hin, interne Gräben zu vermeiden. Sein Fokus liegt darauf, Geschlossenheit zu demonstrieren, statt sich auf Debatten einzulassen, die er als kontraproduktiv ansieht.

Hagels Stellungnahme kommt für die baden-württembergische Union zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Partei will ihre wirtschaftliche Glaubwürdigkeit wahren und gleichzeitig Streitigkeiten vermeiden, die den Wahlkampf schwächen könnten. Seine Haltung zeigt das Bestreben, vor der Abstimmung Stabilität und die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen in den Vordergrund zu stellen.