14 March 2026, 06:54

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See

Ein Schwarz-Weiß-Entwurf eines Hauses mit mehreren Zimmern, das mit Details über die Zimmeranzahl und -größen beschriftet ist, wird als die Villa in Dresden, Deutschland, vermutet.

Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See

Günther Jauch hat das ehemalige Wohnhaus von Vicco von Bülow am Starnberger See erworben. Der Komiker, der unter seinem Künstlernamen Loriot weltbekannt wurde, lebte dort jahrelang – auch wenn viele seiner berühmten Werke an anderen Orten entstanden. Jauchs Bewunderung für Loriots Humor dürfte den Kauf beeinflusst haben.

Vicco von Bülow, mit vollem Namen Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow, entstammte einer alten mecklenburgischen Adelsfamilie. Ihr Wappen zeigte einen goldenen Pirol – den "Loriot" –, der ihm später als Bühnenname diente. In den 1950er-Jahren veröffentlichte er humorvolle Bücher wie Der unentbehrliche Ratgeber für den Umgang in feiner Gesellschaft und Glücklich verführt: Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestrick.

Seine Filmkarriere war kurz, aber prägnant: Er drehte nur zwei Filme – Ödipussi (1988) und Pappa ante Portas (1991) –, beide mit Evelyn Hamann, seiner langjährigen Leinwandpartnerin seit 1976. Als Drehort für Ödipussi diente das Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure, während Pappa ante Portas im Speisezimmer der Familie Lohse und im Axel-Springer-Hochhaus in Berlin spielte. Viele seiner Sketche und Filme, darunter Ödipus Schleifenstein, entstanden in Studios in München, Hamburg und Berlin.

Obwohl das Haus am Starnberger See ikonisch wurde, drehte Loriot oft woanders. Ein Sofa aus seinem Wohnhaus, auf dem er häufig mit Hamann saß, steht heute in der Eingangshalle von Radio Bremen. Jauchs Engagement für den Erhalt kultureller Stätten ist bekannt – so unterstützte er bereits die Restaurierung des Marmorpalais in Potsdam am Heiligen See.

Mit dem Kauf erweitert Jauch sein Portfolio historischer Immobilien. Loriots Vermächtnis lebt weiter – in seinen Filmen, Büchern und sogar in Möbeln, die nun öffentlich ausgestellt sind. Das Haus selbst bleibt ein Symbol für seinen Einfluss, auch wenn ein Großteil seines Werks fernab seiner Mauern entstand.

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