11 January 2026, 00:42

Grüne planen dauerhaftes Jugendforum – mehr Mitsprache für junge Generationen

Ein Kind in einem grünen T-Shirt steht links von einem grasbewachsenen Bereich, während drei Personen rechts davon sitzen.

Grüne wollen in Zukunft von jungen Leuten beraten werden - Grüne planen dauerhaftes Jugendforum – mehr Mitsprache für junge Generationen

Die Grünen haben Pläne für die Schaffung eines ständigen Jugendforums im Bundestag bekannt gegeben. Dieses neue Gremium soll jüngeren Generationen eine direkte Mitsprache bei der Gestaltung politischer Maßnahmen ermöglichen. Der Vorstoß folgt auf enttäuschende Wahlergebnisse unter jungen Wählern im Jahr 2025, bei denen nur zehn Prozent der 18- bis 24-Jährigen die Partei unterstützten.

Mit der Initiative will die Partei die Kritik entkräften, die aktuelle Regierung habe bei zentralen Themen – insbesondere beim Klimaschutz – zu lange gezögert. Die Parteiführung ist überzeugt, dass eine stärkere Einbindung junger Menschen helfen wird, die Prioritäten wieder auf langfristige Herausforderungen auszurichten.

Die Bundestagsfraktion der Grünen hat einen strukturierten Ansatz für die Einrichtung des Forums skizziert. Es soll mit Jugendverbänden, Initiativen und kommunalen Gremien zusammenarbeiten und dabei auch Einzelpersonen aus unterschiedlichen Hintergründen einbeziehen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass eine breite Palette an Perspektiven vertreten ist.

Das Forum wird als unabhängiges Beratungsgremium fungieren und politische Vorhaben aus der Sicht junger Menschen prüfen. Seine Rolle ist auf Dauer angelegt, um kontinuierlichen Input zu ermöglichen – statt nur punktuelle Anhörungen. Die Grünen verfügen bereits über ein ähnliches Gremium, den Gewerkschafts- und Sozialpolitischen Rat, der die Partei in Arbeits- und Sozialfragen berät.

In Baden-Württemberg hat der grüne Kandidat Cem Özdemir ein paralleles Vorhaben angekündigt. Falls er gewählt wird, plant er die Einrichtung eines Jugendbeirats im Staatsministerium. Sein Vorschlag spiegelt die übergeordnete Strategie der Partei wider, junge Stimmen systematisch in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Kritik an den Verzögerungen der aktuellen Regierung in der Klimapolitik hat die Forderungen nach Veränderung maßgeblich vorangetrieben. Die Grünen argumentieren, dass die jüngeren Generationen die Hauptlast der heutigen Untätigkeit tragen werden – ihr Mitwirken sei daher unverzichtbar für eine verantwortungsvolle Politikgestaltung.

Das Jugendforum wird jungen Menschen einen institutionellen Weg eröffnen, um die Politik der Grünen mitzugestalten. Seine Gründung folgt auf einen deutlichen Rückgang der Zustimmung unter jungen Wählern bei der letzten Bundestagswahl. Die Partei hofft nun, durch direkte Beteiligung das Vertrauen zurückzugewinnen und künftige Politiken stärker an den Prioritäten der jüngeren Generation auszurichten.