Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
Philipp NetteGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz mit zugeklebtem Maul stirbt nach Qualen
In Bodelshausen im Landkreis Tübingen wurde ein junges Reh mit grausam zugeklebtem Maul entdeckt. Das verletzte Tierkitze fanden Anwohner am 20. Juni in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung. Trotz Rettungsversuchen verendete das Tier später in der Nähe.
Zunächst war das Rehkitz mit Klebeband fest um die Schnauze gewickelt gesichtet worden. Helfern gelang es, das Band zu entfernen, und sie ließen das Tier in der Nähe einer Waldhecke frei. Traurigerweise wurde sein Kadaver am Montagabend nur wenige Meter von der Freilassungsstelle entfernt aufgefunden.
Tierquälerei ist in Deutschland ein schweres Vergehen. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes können solche Taten mit Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun eine Belohnung von 2.050 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.
Experten warnen, dass extreme Gewalt gegen Tiere oft auf tiefere Probleme hinweist. Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes schätzt, dass 80 bis 90 Prozent der extrem gewalttätigen Straftäter eine Vorgeschichte von Tiermisshandlung aufweisen.
Der Fall hat Empörung ausgelöst. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich mit Informationen zu melden. Die von PETA ausgeschriebene Belohnung soll dazu beitragen, die Ermittlungen voranzubringen. Die Polizei fahndet weiterhin nach den Verantwortlichen für das Leid des Rehs.






