Göppingen reformiert städtische Unternehmen – Effizienz und Sicherheit im Fokus
Mahmut UllmannGöppingen reformiert städtische Unternehmen – Effizienz und Sicherheit im Fokus
Der Gemeinderat von Göppingen hat eine umfassende Umstrukturierung der städtischen Unternehmen beschlossen. Die Änderungen treten im Januar 2027 in Kraft und zielen darauf ab, die Abläufe zu optimieren und gleichzeitig die Arbeitsplatzsicherheit für alle Mitarbeiter zu gewährleisten. Der Schritt folgt der größeren Verwaltungsreform der Stadt, die unter dem Namen NewOrg 2024 bekannt ist.
Laut dem neuen Plan wird der kommunale Entwässerungsbetrieb (SEG) bis Ende 2026 aufgelöst. Seine Aufgaben gehen in den städtischen Dienstleister Stadtwerke Göppingen (SWG) über, der zudem eine eigene Einheit für das Parkraummanagement übernehmen wird. Gleichzeitig wird die Bodenentwicklungsgesellschaft (BEG) geschlossen; ihre Aufgaben werden künftig vom städtischen Bauamt wahrgenommen.
Die Stadthalle bleibt weiterhin in direkter Trägerschaft der Stadt. Die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH werden enger zusammenarbeiten, um Wohn- und Gewerbeflächenprojekte voranzutreiben. Die Verantwortlichen erwarten durch die Neuordnung mittelfristig jährliche Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich.
Die Umstrukturierung erfolgt nach fünf Jahren kontinuierlichen Wachstums der SWG, die zwischen 2021 und 2025 jährliche Umsatzsteigerungen von 5 bis 7 Prozent verzeichnete. Ausbauten im Bereich erneuerbare Energien, etwa durch neue Solaranlagen und Wasserstoff-Pilotprojekte, haben die Infrastruktur der Stadt gestärkt. Eine Fusion mit den Stadtwerken Kirchheim unter Teck im Jahr 2023 festigte zudem die Marktposition der SWG in der Region.
Die Reform sieht keine Stellenstreichungen vor – alle Beschäftigten behalten ihre bestehenden Verträge. Die Bündelung der Dienstleistungen unter dem Dach der SWG sowie die Verlagerung der Bodenentwicklungsaufgaben ins Bauamt markieren einen Schritt zu mehr Effizienz. Erste Anpassungen werden bereits vor dem vollständigen Übergang Anfang 2027 umgesetzt.






