Göppingen erklärt Innenstadt ab Donnerstag zur waffenfreien Zone
Bernhardine RörrichtNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen erklärt Innenstadt ab Donnerstag zur waffenfreien Zone
Göppingen führt ab diesem Donnerstag eine waffenfreie Zone in der Innenstadt ein. Die Maßnahme erfolgt nach zwei separaten Schussvorfällen in den vergangenen Wochen, bei denen jedoch niemand verletzt wurde. Die Behörden bezeichnen die Regelung als direkte Reaktion auf wachsende Besorgnis über bewaffnete Gewalt in der Region.
Bei dem ersten Vorfall waren Mitte Januar Schüsse auf eine Bäckerei in der Innenstadt abgegeben worden. Zwei Tatverdächtige wurden später festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Nur wenige Wochen nach dem Schussvorfall in der Bäckerei feuerte ein unbekannter Mann in einer örtlichen Kneipe in Göppingen um sich. Auch hier gab es keine Verletzten.
Ermittler prüfen derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen den Schussvorfällen und bandenbezogener Kriminalität im Großraum Stuttgart. Die neuen Beschränkungen verbieten das Mitführen von Schusswaffen und Messern in dem ausgewiesenen Bereich bis Ende April.
Göppingen ist nicht die erste Stadt in Baden-Württemberg, die einen solchen Schritt geht. Andere Kommunen wie Stuttgart, Mannheim und Heilbronn haben bereits ähnliche Maßnahmen umgesetzt. Heilbronn führte im September vergangenen Jahres zeitlich befristete Waffen- und Messerverbote in seinen Innenstadtbereichen ein, wobei die Einschränkungen im Stadtteil Bahnhofsvorstadt bereits ab Juni 2024 gelten. Die Göppinger Regelung läuft vom 12. Februar 2026 bis zum 30. April 2027.
Ziel der waffenfreien Zone ist es, das Risiko bewaffneter Zwischenfälle im Göppinger Stadtzentrum zu verringern. Die Polizei wird das Verbot, das sowohl Schusswaffen als auch Messer betrifft, über ein Jahr lang durchsetzen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau – als Teil umfassender Bemühungen, die gewalttätige Kriminalität in der Region einzudämmen.






