17 February 2026, 04:53

Gewalt durch Kinder in Baden-Württemberg erreicht besorgniserregenden Höchststand

Eine Liniendiagramm, das die Mordrate pro 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zwei Linien, einer blauen und einer roten, die die Raten in jedem Bundesstaat darstellen.

Kindesgewalt: Strobl fragt nach strafmündigem Alter - Gewalt durch Kinder in Baden-Württemberg erreicht besorgniserregenden Höchststand

Gewalt durch Kinder in Baden-Württemberg steigt seit Jahren kontinuierlich an

In Baden-Württemberg hat die Gewaltbereitschaft unter Kindern in den letzten zehn Jahren stetig zugenommen. Obwohl es kürzlich einen Rückgang bei Vorfällen an Schulen gab, sind Übergriffe durch junge Straftäter seit 2016 deutlich angestiegen. Nun fordern Behörden dringende Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Im Jahr 2022 verzeichnete das Land die höchste Zahl an Tatverdächtigen unter 14 Jahren seit mindestens 20 Jahren. Die Statistiken zeigen einen Anstieg um 57 Prozent innerhalb des letzten Jahrzehnts – bei Körperverletzungsdelikten sogar um fast 120 Prozent. Selbst nach einem leichten Rückgang 2025 liegen die Zahlen weiterhin über dem Zehnjahresdurchschnitt.

Die meisten Straftaten betreffen Körperverletzungen und Diebstähle, insbesondere Ladendiebstahl. Innenminister Thomas Strobl äußerte sich besorgt über die zunehmende Gewalt und hinterfragte die in Deutschland geltende Altersgrenze für strafrechtliche Verantwortung, die derzeit bei 14 Jahren liegt. Er schlug eine Studie zur moralischen Entwicklung und Selbstkontrolle von Kindern vor, um die rechtliche Regelung neu zu bewerten.

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Strobl kritisierte zudem das Fehlen zuverlässiger bundesweiter Daten. Die Antwort der Berliner Behörden habe Lücken in der Statistik offengelegt, die für präventive Strategien dringend benötigt würden. Ohne umfassende Erhebungen gestalte sich die Entwicklung wirksamer Gegenmaßnahmen schwierig.

Der Anstieg der Gewaltkriminalität unter Kindern zwingt die Verantwortlichen, die bestehende Politik zu überdenken. Strobls Forderung nach Forschung und möglichen Rechtsreformen spiegelt den wachsenden Druck wider, die Entwicklung einzudämmen. Baden-Württemberg bleibt vorerst mit einem Problem konfrontiert, das sich nicht abschwächen lässt.