24 March 2026, 20:32

Gewalt am Bahnhof Plochingen: Gambier greift Lokführer nach Zugverweigerung an

Vorsichtsschild an einem Bahnübergang-Zaun neben Bäumen, Strommasten, einem Gebäude mit Fenstern, Containern, einer Straße mit Fahrzeugen und einem bewölkten Himmel.

Gewalt am Bahnhof Plochingen: Gambier greift Lokführer nach Zugverweigerung an

Schwere Attacke auf Zugführer: Gambier greift Bahnmitarbeiter in Plochingen an

Am 27. Mai 2025 kam es am Bahnhof Plochingen zu einem brutalen Übergriff, als ein 35-jähriger Mann aus Gambia einen Triebfahrzeugführer attackierte. Der Vorfall eskalierte, nachdem dem Täter die Mitfahrt in einem abfahrbereiten Zug verweigert worden war und er daraufhin die Gleise überquerte, um doch noch einzusteigen. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.

Die Auseinandersetzung begann kurz vor 22:36 Uhr, als der Verdächtige versuchte, in den Zug zu steigen, der 34-jährige tunesische Lokführer ihm dies jedoch verweigerte. Statt den Bahnhof zu verlassen, überquerte der Mann die Gleise – und setzte sich damit der Lebensgefahr durch vorbeifahrende Züge aus. Die Bundespolizei wies später auf die extremen Risiken im Gleisbereich hin: Züge näherten sich fast geräuschlos und seien bei Wind nur schwer wahrnehmbar.

An Bord wurde der Angreifer zunehmend aggressiv. Zunächst beschimpfte er den 36-jährigen Zugbegleiter, bevor er den Lokführer körperlich anging. Die Wucht des Angriffs zwang den Fahrer zu einer Notbremsung – doch selbst diese kommt erst nach mehreren hundert Metern zum Stehen. Durch den Sog vorbeirasender oder abfahrender Züge verschärft sich die Gefahrenlage in solchen Situationen zusätzlich.

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Nach der Tat nahm die Polizei den Verdächtigen in Gewahrsam. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Körperverletzung. Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Zunahme von Gewalt gegen Bahnmitarbeiter ein: Allein zwischen März 2025 und März 2026 registrierten die Behörden 2.838 körperliche Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn – darunter schwere Vorfälle mit Messern und Flaschen in Städten wie Berlin und Hamburg.

Der Beschuldigte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Die Bundespolizei warnte erneut vor den lebensbedrohlichen Gefahren, die vom Betreten von Gleisanlagen ausgehen. Der Fall steht exemplarisch für die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Verkehr in ganz Deutschland.

Quelle