24 December 2025, 07:14

Gemeinsame Presseerklärung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Weg frei für zweites Frauenhaus in Ludwigsburg

Zwei Frauen stehend und lachend in einem Raum mit Stühlen, Tischen, Kissen, einer Flagge und zwei Türen.

Gemeinsame Presseerklärung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Weg frei für zweites Frauenhaus in Ludwigsburg

Bis zum Frühjahr 2026 soll in Ludwigsburg ein zweites Frauen- und Kinderhaus seine Türen öffnen. Das Projekt ist das Ergebnis jahrelangen Engagements des Vereins Frauen für Frauen und wird nun durch Mittel des Landes, des Landkreises und der Stadt finanziert. Behörden zufolge wird die neue Einrichtung Opfer häuslicher Gewalt entscheidend unterstützen und zugleich die rechtlichen Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention erfüllen.

Das Land Baden-Württemberg stellt für den Bau 2,8 Millionen Euro bereit, die für Sanierungsarbeiten, Ausstattung und langfristige Mietermäßigungen verwendet werden. Um diese Förderung zu erhalten, hat die Stadt Ludwigsburg einen Kredit verbürgt, während der Gemeinderat eine Bürgschaft für mögliche Zahlungsausfälle bewilligte.

Der Landkreis steuert zusätzlich 500.000 Euro bei; die verbleibende Finanzierungslücke schließt eine Stiftung. Landrat Dietmar Allgaier begrüßte die Entscheidung und betonte, dass damit der Schutz von Frauen und Kindern in der Region deutlich verbessert werde. Betrieben wird das Haus nach Fertigstellung vom Verein Frauen für Frauen unter der Leitung von Arezoo Shoaleh. Die Bauarbeiten übernimmt die Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH, die sicherstellt, dass die Einrichtung bis zur geplanten Eröffnung Anfang 2026 betriebsbereit ist.

Die Unterkunft wird Schutz für Menschen bieten, die vor häuslicher Gewalt fliehen, und dazu beitragen, die völkerrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands zu erfüllen. Mit gesicherter Finanzierung und laufenden Bauarbeiten ist das Projekt auf Kurs, ab 2026 unverzichtbare Hilfsangebote bereitzustellen. Lokale Verantwortliche und Aktivistinnen unterstreichen die Bedeutung des Vorhabens für den Schutz gefährdeter Familien im gesamten Landkreis.