10 February 2026, 11:13

Gehälter für Videoeditoren: Warum GTimes Modell die Streaming-Szene spaltet

Ein Computerbildschirm mit einer Video-Streaming-Service-Schnittstelle, die verschiedene Profilbilder von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und ethnischer Herkunft sowie Text und Optionen unten anzeigt.

Gehälter für Videoeditoren: Warum GTimes Modell die Streaming-Szene spaltet

Eine hitzige Debatte über die Bezahlung von Videoeditoren hat die deutsche Streaming-Community in Aufruhr versetzt. Ausgelöst wurde die Diskussion, als der Streamer GTime die Gehälter seines Editors verteidigte – und damit Kritik von anderen Branchenvertretern auf sich zog. GTime, einer der aktuell am schnellsten wachsenden Twitch-Creators Deutschlands, sieht sich nun im Zentrum dieser anhaltenden Kontroverse.

Der Streit begann, als GTime bekannt gab, dass sein Editor Enno ein Festgehalt von 4.800 Euro brutto im Monat erhält – zuzüglich der Hälfte der Einnahmen des YouTube-Kanals. GTime begründete die Bezahlung mit Ennos Leidenschaft und Engagement. Doch der Kollege gTasty stellte öffentlich infrage, ob dieses Modell die Arbeit des Editors angemessen wertschätze, woraufhin GTime scharf konterte.

Das Thema ist nicht neu. Bereits früher gab es Auseinandersetzungen, etwa mit dem Streamer Papaplatte, der nach massiver Kritik einräumte, seinen ehemaligen Editor unterbezahlt zu haben. Auch zwischen Trymacs und Max Schradin kam es zum Streit über Gehaltsgrenzen für Editoren, wobei Trymacs später seine ursprüngliche Position entschuldigte. Viele in der Szene sehen das Problem als strukturell – besonders bei Editoren für "Reaction"-Content, bei dem Creator durch wiederverwertete Clips hohe Gewinne erzielen, während die Editoren oft leer ausgehen.

Obwohl keine offiziellen Zahlen zu den Gehältern von Editoren deutscher Streamer vorliegen, bewegen sich die üblichen Honorare für freiberufliche Videobearbeiter in Deutschland seit Jahren zwischen 1.500 und 4.000 Euro monatlich. Branchenberichte zeigen nur moderate Steigerungen von 5 bis 10 Prozent – trotz wachsender Nachfrage und Inflation. GTime hingegen betont, dass er seinen Erfolg dem Team verdanke, doch Kritiker werfen ihm vor, das Bezahlmodell begünstige nach wie vor die Creator auf Kosten der Editoren.

Die Debatte ebbt nicht ab. Editoren und Creator streiten weiterhin über faire Vergütung, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. GTimes Modell bleibt vorerst ein Zankapfel und spiegelt die tiefer liegenden Spannungen in der deutschen Streaming- und Editoren-Szene wider.

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