Gefälschte Pässe an der Grenze: 1.200 Fälschungen in einem Jahr aufgedeckt
Adriane BoucseinGefälschte Pässe an der Grenze: 1.200 Fälschungen in einem Jahr aufgedeckt
Deutsche Grenzbehörden melden einen deutlichen Anstieg gefälschter Ausweisdokumente im vergangenen Jahr. Zwischen März 2025 und März 2026 wurden an Grenzübergängen wie der Kehl-Europabrücke rund 1.200 Fälle manipulierter Aufenthaltstitel oder Personalausweise aufgedeckt. Beim jüngsten Vorfall wurde ein Mann aus Angola mit gefälschten Papieren an der französisch-deutschen Grenze gestellt.
Die Bundespolizei kontrollierte an der Kehl-Europabrücke einen 33-jährigen Angolaner. Bei der Überprüfung entdeckten die Beamten in seinem Besitz einen gefälschten portugiesischen Personalausweis. Der Mann hatte zwar auch eine echte portugiesische Aufenthaltserlaubnis vorgelegt – diese gehörte jedoch seinem Bruder.
Die Behörden verweigerten ihm die Einreise und schoben ihn nach Frankreich zurück. Nun drohen ihm mehrere Anklagepunkte, darunter der Besitz falscher amtlicher Dokumente, Identitätsmissbrauch und der Versuch der unerlaubten Einreise nach Deutschland.
Der Fall ist Teil eines größeren Trends. Wie aus dem Bundespolizei-Bericht 2026 hervorgeht, hat die Zahl gefälschter Dokumente stark zugenommen, wobei die meisten Funde in Zusammenarbeit mit Frontex erfolgten.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen an den deutschen Grenzen. Innerhalb nur eines Jahres wurden über 1.200 Fälschungen beschlagnahmt – bei gleichzeitig verschärften Kontrollen. Der Fall des Angolaners reiht sich ein in die wachsende Zahl von Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und versuchter illegaler Einreise.






