22 March 2026, 22:28

Gäubahn endet sieben Jahre früher in Vaihingen – Stuttgart 21 zwingt Fahrgäste zum Umsteigen

Ein Gebäude mit einem Baum davor, umgeben von Gras, trockenen Blättern, Pflanzen und einem Geländer, vor einem Hügel und einem klaren blauen Himmel, als Universität Stuttgart identifiziert.

Gäubahn endet sieben Jahre früher in Vaihingen – Stuttgart 21 zwingt Fahrgäste zum Umsteigen

Ab Mitte 2025 wird die Gäubahn nicht mehr bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren. Stattdessen endet die Strecke für mindestens sieben Jahre am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen – eine Folge der Bauarbeiten für das Projekt Stuttgart 21. Die Änderung war wiederholt Ziel von Klagen seitens Umweltschützer.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist mit einem erneuten Versuch gescheitert, die geplante Verkürzung der Strecke zu stoppen. Das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg (VGH) wies kürzlich ihren Eilantrag ab, sodass Fahrgäste jahrelang ohne direkte Verbindung ins Stadtzentrum auskommen müssen.

Die Einschränkungen beginnen im Frühjahr 2026, wenn die Gäubahn bereits in Vaihingen endet. Eine Tunnelanbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof wird frühestens 2032 erwartet – bis dahin gibt es keine durchgehende Verbindung. Reisende in Richtung Innenstadt müssen stattdessen auf Regionalzüge oder das S-Bahn-Netz umsteigen.

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Die DUH hatte gefordert, die Bauarbeiten sofort zu stoppen, mit der Begründung, das Eisenbahn-Bundesamt müsse die Arbeiten aussetzen, bis über ihren Antrag auf teilweise Rücknahme der Genehmigung entschieden sei. Die Organisation beantragte eine einstweilige Verfügung, doch das VGH sah keinen ausreichenden Grund für ein Einschreiten. Damit ist dies bereits der zweite gescheiterte Versuch der DUH: Bereits im Februar hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart eine entsprechende Beschwerde abgewiesen.

Mit der gerichtlichen Entscheidung ist der Weg für die geplanten Änderungen frei – trotz Bedenken wegen fehlender Alternativen für betroffene Fahrgäste. Bislang gibt es keine offiziellen Angaben dazu, wie Reisende die längeren Fahrzeiten oder Umstiege während der siebenjährigen Übergangsphase bewältigen sollen.

Da die rechtlichen Hürden nun ausgeräumt sind, wird die Verkürzung der Gäubahn wie vorgesehen umgesetzt. Pendler und Reisende müssen sich auf Jahre mit eingeschränkten Verbindungen einstellen und auf Umwege in die Stuttgarter Innenstadt ausweichen. Die Fertigstellung des Projekts bleibt für 2032 geplant, doch über Übergangslösungen wurde bisher nichts bekannt.

Quelle