Freiburger VAG gewinnt Nachhaltigkeitspreis für grüne Stadtmobilität
Adriane BoucseinFreiburger VAG gewinnt Nachhaltigkeitspreis für grüne Stadtmobilität
Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie "Mobilitätsdienstleistungen" gewonnen. Die Auszeichnung würdigt ihre Vorreiterrolle im klimafreundlichen Verkehr: Zwei Drittel der Busflotte fahren inzwischen elektrisch. Unternehmensvertreter bezeichneten den Preis als Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadtmobilität.
Die VAG hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Linienbetriebe vollständig klimaneutral arbeiten, bis 2035 das gesamte Unternehmen. Nur zwei weitere deutsche Verkehrsbetriebe – die VAG Nürnberg und der HVV Hamburg – haben seit 2020 einen ähnlich hohen Elektrifizierungsgrad von über 50 Prozent im regulären Busbetrieb erreicht.
Darüber hinaus führte das Unternehmen eine CO₂-Bilanzierung für ein Bauprojekt ein, die transparente Einblicke in den ökologischen Fußabdruck ermöglicht. So lassen sich Emissionen bereits in der Planungsphase gezielt reduzieren. Nicht nur die Busse, sondern sämtliche Betriebsabläufe der VAG werden zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben – unter anderem durch Solaranlagen und regionale Windparks. Ein eigens entwickeltes Energiemanagementsystem überwacht und senkt zudem den Verbrauch.
Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der Beschaffung: Hier setzt die VAG strenge Kriterien zum Schutz von Menschenrechten und Umwelt durch. Vorstandsmitglieder Oliver Benz und Stephan Bartosch betonten, der Preis sei ein Beleg für das langfristige Engagement des Unternehmens bei der grünen Transformation.
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der in diesem Jahr zum 18. Mal verliehen wird, ehrt branchenführende Unternehmen bei einer Gala in Düsseldorf am 5. Dezember 2025.
Die Auszeichnung unterstreicht die Fortschritte der VAG in den Bereichen Elektromobilität, erneuerbare Energien und transparente Emissionserfassung. Das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 bleibt durch kontinuierliche Innovationen in Technik und Beschaffung abgesichert. Mit neuen Systemen und Partnerschaften werden weitere Reduktionen erwartet.






