Freiburger Frauen fordern am Vorabend des Frauentags mehr Schutz vor Gewalt
Adriane BoucseinFreiburger Frauen fordern am Vorabend des Frauentags mehr Schutz vor Gewalt
Am 7. März, dem Vorabend des Internationalen Frauentags, findet in Freiburg ein politischer Abendgottesdienst statt. Lokale Frauenorganisationen nutzen die Veranstaltung, um stärkeres Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu fordern. Zu ihren Forderungen gehören politische Reformen auf Landesebene, um Frauen und Mädchen besser zu schützen.
Frauengruppen im Erzbistum Freiburg setzen sich seit Langem gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein. Sie weisen darauf hin, dass in Deutschland fast täglich Femizide verübt werden, während sexualisierte und digitale Gewalt weiter zunehmen. Viele Fälle bleiben ungemeldet – insbesondere dann, wenn die Täter den Opfern bekannt sind.
Die Organisationen leisten direkte Hilfe durch Beratungsstellen, Frauenhäuser und soziale Dienste. Jetzt fordern sie den Ausbau von Schutzplätzen, eine stärkere Vernetzung der Hilfsangebote sowie verpflichtende Therapieprogramme für Täter. Zudem verlangen sie bessere Schulungen für Polizei und Gerichte, um solche Fälle sensibler zu behandeln. Im Mittelpunkt ihrer Kampagne steht der Ruf nach einem gesellschaftlichen Wandel: Die Öffentlichkeit solle Gewalt nicht länger verharmlosen, sondern ihre Schwere anerkennen. Der bevorstehende Gottesdienst wird diese Forderungen am Vorabend des Internationalen Frauentags unterstreichen.
Die Veranstaltung in Freiburg soll den Druck auf die Politik erhöhen, systemische Versäumnisse beim Schutz von Frauen zu beheben. Konkrete Vorschläge umfassen mehr Frauenhäuser, verbesserte Täterprogramme und eine strengere Umsetzung bestehender Gesetze. Die Organisatorinnen hoffen, dass die Zusammenkunft eine breitere öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema anstoßen wird.