Fraunhofer ILT revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Lasertechnik auf der Hy-fcell 2024
Bernhardine RörrichtFraunhofer ILT revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Lasertechnik auf der Hy-fcell 2024
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT stellt Fortschritte in der Wasserstoffproduktion auf der Hy-fcell 2024 vor
Vom 8. bis 9. Oktober präsentiert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Stuttgart seine neuesten Entwicklungen im Bereich der Wasserstoffherstellung. Im Mittelpunkt stehen lasergestützte Lösungen, die die Fertigung von Brennstoffzellen effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger gestalten sollen.
Ein zentraler Durchbruch ist ein Doppelstrahl-Laserschweißverfahren für metallische bipolare Platten. Damit lassen sich die Taktzeiten um fast 50 Prozent verkürzen, ohne die Qualität der Schweißnähte zu beeinträchtigen. Zudem hat das Institut die laserbasierte Mikrostrukturierung optimiert, die den elektrischen Widerstand verringert und den Wasserabtransport aus den Kontaktzonen während des Betriebs der Brennstoffzelle verbessert.
Ein weiteres Highlight ist ein lasergestütztes Trocknungsverfahren für Brennstoffzellen-Elektroden. Während herkömmliche Methoden mehrere Minuten benötigen, ist der neue Prozess in Sekunden abgeschlossen – das spart Zeit und Energie. Auch das Hochgeschwindigkeits-Laserschneiden beschleunigt die Produktion: Platten werden präzise zugeschnitten und Versorgungsöffnungen in einem einzigen Arbeitsschritt eingebracht.
Für den Korrosionsschutz bietet das Fraunhofer ILT eine laserbasierte Beschichtungstechnik als günstige und effiziente Alternative zu Vakuumverfahren. Zudem verlängert das Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA) die Lebensdauer von Werkzeugstählen, senkt die Kosten und steigert die Nachhaltigkeit. Interessierte können die Innovationen in Halle 4, Stand 4E51 begutachten.
Die vorgestellten Technologien versprechen eine schnellere und wirtschaftlichere Brennstoffzellenproduktion. Durch die Automatisierung zentraler Prozesse und den reduzierten Energieverbrauch könnten die Lösungen des Instituts dazu beitragen, die Wasserstofftechnologie im großen Maßstab voranzubringen. Die Messe bietet Fachleuten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Fortschritte zu informieren.






