10 May 2026, 22:25

Frankfurter Apotheker verliert nach jahrelangem Betrug seine Zulassung für immer

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Frankfurter Apotheker verliert nach jahrelangem Betrug seine Zulassung für immer

Ein Frankfurter Apotheker hat nach Jahren des Betrugs und Fehlverhaltens seine Approbation verloren. Der Fall begann 2010, als er die Apotheke seines Bruders übernahm, die bereits wegen Abrechnungsbetrugs ermittelt wurde. Im Laufe der Zeit führten seine eigenen Handlungen zu Verlusten von über 1,6 Millionen Euro und schließlich zu einem Urteil, das ihn seiner beruflichen Rechte für immer beraubte.

Die Probleme des Apothekers begannen 2010, nachdem er ein Unternehmen geerbt hatte, gegen das bereits Strafverfahren liefen. Statt den Kurs zu korrigieren, führte er die betrügerischen Abrechnungspraktiken mindestens drei weitere Jahre fort. Ermittler deckten später 65 Einzelfälle auf, in denen er Rezepturen in Rechnung stellte, die er nie ausgab, und die Gewinne mit Patienten teilte.

Bis 2015 hatten die Aufsichtsbehörden sein Verhalten als Grund für eine Suspendierung eingestuft. Sie zögerten jedoch mit Maßnahmen, bis die strafrechtlichen Verfahren abgeschlossen waren – eine Entscheidung, die das Gericht später als rechtlich einwandfrei bestätigte. Der Apotheker gestand den Betrug schließlich ein und erstattete die gestohlenen Gelder zurück, doch sein Geständnis milderte das Urteil kaum.

Weitere Probleme traten 2021 zutage, als Prüfer neue Verstöße feststellten, darunter unsachgemäße COVID-19-Tests und mangelnde Hygienestandards. Das Frankfurter Verwaltungsgericht urteilte, dass diese Handlungen klar kriminelle Absicht zeigten und das öffentliche Vertrauen in Apotheker schwer beschädigt hätten. Am 2. Februar 2022 zog die Zulassungsbehörde die Konsequenz und entzog ihm endgültig die Approbation.

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Das Gericht wies seine Versuche der Wiedergutmachung als zu wenig und zu spät zurück. Sein über ein Jahrzehnt andauerndes, wiederholtes Fehlverhalten ließ keinen Spielraum für Milde.

Die Approbation des Apothekers wurde Anfang 2022 dauerhaft entzogen und setzte damit einer langen Geschichte von Betrug und beruflichen Versagen ein Ende. Das Urteil bestätigte, dass sein Handeln finanzielle Schäden verursacht und das Vertrauen in das Apothekensystem untergraben hatte. Da keine weiteren Berufungsmöglichkeiten bestehen, bleibt die Entscheidung als klare Antwort auf jahrelanges vorsätzliches Fehlverhalten bestehen.

Quelle